25hours Hotel HafenCity – Erfahrungsbericht

Im Dezember besuchten wir das Musical Aladdin in Hamburg. Anlass genug, auch das Wochenende in der schönsten Stadt Deutschlands zu verbringen. Als Unterkunft wählten wir das 25hours Hotel HafenCity, im gleichnamigen Hamburger Stadtteil. Der Stadtteil befindet sich in direkter nähe zur Innenstadt, welche in rund 10 Gehminuten erreicht werden kann. Allerdings dauert der Spaziergang auch mal etwas länger, wenn man den Charme der angrenzenden Speicherstadt genießen möchte.

Das Hotel befindet sich an vorderster Front mit direktem Blick auf die Elbe und den Hafen, wo auch die Kreuzfahrschiffe anlegen. Weiterhin gibt es in der Umgebung viele nette Restaurants und Bars, Shoppingmöglichkeiten sowie einige Sehenswürdigkeiten wie bspw. das Miniatur Wunderland, das Internationale Maritim Museum oder die Elbphilharmonie.

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Die Anreise mit dem Auto erfolgt recht unkompliziert und einfach. Das Auto findet in einem abgetrennten Bereich in der Tiefgarage seinen Platz. Aber auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Hotel leicht zu erreichen. Rund zwei Gehminuten vom Hotel entfernt befindet sich die sehr neue und futuristische U-Bahn-Station Überseequartier. Von hier kommt ihr bequem mit der U4 zum Jungfernstieg oder Hauptbahnhof.

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Bereits beim Betreten des Hotels wussten wir, warum wir uns erneut für ein 25hours Hotel entschieden hatten. Man fühlte sich sofort Willkommen und zu Hause. Man tritt in eine lockere und entspannte Atmosphäre ein, die sowohl durch die Einrichtung als auch durch die Mitarbeiter geprägt wird. Am Eingang findet man direkt eine gemütliche Lounge zum Hinfläzen und der Check-In lief völlig smooth ab. Kein Personal mit aufgesetztem Lächeln und Anzug begrüßte einen hier, sondern sehr freundliche und casual gekleidete Mitarbeiter, die einem das Gefühl gaben als Gast etwas besonders zu sein und nicht nur eine Zimmernummer.

Auch werden im Eingangsbereich erste typische Elemente der Hafenstadt sichtbar. Ein ausgemusterter Hapag-Lloyd Übersee-Container befindet sich linker Hand im Eingangsbereich, welcher als Seminarraum oder für private Feiern etc. genutzt werden kann. Auf Knopfduck fährt die Wand des Containers herunter und man hat einen abgetrennten Raum von der Lobby.

Nach dem Check-In ging es aber erst einmal ab auf unsere Koje, einem schönen Zimmer in der 5. Etage mit Blick auf den Hafen. Die Zimmer sind mit viel Liebe zum Detail eingerichtet und sehr gemütlich. An jeder Ecke spürt man den maritimen Einfluss und die kleinen Geschichten, die der Designer damit erzählen will. In keinem Zimmer fehlen darf die aufgeklappte Truhe, der Globus, der Wassereimer (als Mülleimer) und das Schlafschaf. Ebenfalls zur Ausstattung in jeder Koje gehören ein LCD-TV, eine iPod/iPhone Dockingstation sowie kostenfreier Zugang zum Internet per W-LAN und die unentgeltliche Nutzung der Hafensauna. Das Bad besticht durch eine schöne Regendusche und hochwertige natürliche Pflegeprodukte.

Eine weitere Besonderheit ist, wie in allen 25hous Hotels, der kostenlose MINI (Auto) Mietservice. Ebenfalls können unentgeltlich Fahrräder geliehen werden.

Nach einem kurzen Inspizieren des Zimmers, holten wir uns fix an der Rezeption das Saunazubehör (Bademantel und Handtücher) und machten uns auf in die 7. Etage. Hoch über den Dächern Hamburgs, mit einem wundervollen Panorama, kann man hier entspannt saunieren. Auch hier begegnete uns wieder ein ausgemusterter Hapag-Lloyd Übersee-Container, in den die Sauna hineingebaut wurde. Für Erfrischung wird ebenfalls gesorgt. Zur Auswahl standen lokale Getränke wie Fritz-Kola oder Astra Bier aber natürlich auch Wasser.

Nach einer Stunde herrlichen Saunierens machten wir uns fertig für den Abend. Es stand schließlich noch Aladdin auf dem Plan. Aber nicht mit leerem Magen. Und so statteten wir der Heimat Küche+Bar im Hotel noch einen Besuch ab. Selbst bezeichnet sich das Restaurant als „Wohnzimmer der HafenCity“ und auch so haben wir es tatsächlich empfunden. Eine sehr gemütliche und wohlige Atmosphäre, die einen selbst entspannen und zurücklehnen lässt. Krawatte und Anzug können auch hier zu Hause bleiben. Kapuzenpulli, Chino und Chucks sind hier genau der richtige Dresscode. Donnerstagabends legt zudem ein DJ auf und freitagsabends gibt es Livemusik.

Als Liebhaber von guten Burgern landete dieser auch sogleich auf unseren Tellern. Das Hackfleisch natürlich in Bio Qualität von glücklichen Tieren aus der Umgebung. Darüber hinaus bietet die Heimat Küche+Bar natürlich noch weitere Leckereien. Über die normale Karte hinaus gibt es noch eine Spezialkarte mit saisonalen bzw. zeitlich begrenzten Angeboten. Die Getränkewahl fiel auf einen erfrischenden Hugo sowie eine hausgemachte Limonade. Beides ist zu empfehlen. Für einen krönenden Abschluss sorgte der saftige Schokokuchen mit flüssigem Kern. Bitte gebt uns mehr davon.

Reichlich gestärkt und mit noch einer Stunde Zeit wagten wir einen Schritt nach draußen, auf den viele weitere folgten. Wir machten uns zu Fuß auf den Weg zur Neuen Flora. 4km sollten zu schaffen sein. Auf jeden Fall, wenn einen nicht das Hamburger Schietwetter überrascht und die letzten Meter mit Sturm und Regen zu bewältigen wären. Das Musical Aladdin entschädigte aber für alles. Ein grandioses Musical, das wir nur jedem ans Herz legen können. Eine tolle und zeitgemäße Interpretation des beliebten Disney Klassikers. Für den Rückweg nutzen wir die oben angesprochene Möglichkeit mit der U-Bahn (Fahrzeit etwa 20 Minuten).

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Nun hieß es Gute Nacht und einsinken in das bequeme Queen Size Bett. Geweckt wurden wir am Morgen durch den herrlichen Sonnenaufgang über der HafenCity, der uns einen schönen Tag verheißen sollte. Aber leider hielt die Sonne dann doch nicht lange.

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Als Liebhaber guten Frühstücks freuten wir uns schon auf die Heimat Küche+Bar. Nach dem guten Essen vom Vortag waren wir natürlich voller Erwartungen. Diese wurden aber nicht enttäuscht. Ein reichhaltiges Frühstücksbuffet bot sich unseren Augen und es wurde alles (fast alles) probiert. Als kleine Naschkatzen durfte natürliche ein typisches Hamburger Franzbrötchen für uns nicht fehlen. Sehr zu empfehlen war allerdings auch der warme Grießbrei mit Kirschen. Wie bei Oma. Ebenso auf dem Teller landeten Rührei mit herzhaftem Bacon sowie ein backfrisches Croissant. Kaffeespezialitäten wie bspw. ein Latte Macchiato können an der Bar ohne Aufpreis bestellt werden. Insgesamt ein rundum sehr gutes Frühstück in gewohnt gemütlicher Atmosphäre.

Nach dem Frühstück machten wir uns noch auf einen Rundgang durch das Hotel, um die weiteren Besonderheiten ausfindig zu machen. Fündig wird man hier bereits in der ersten Etage. Der Club Floor beheimatet eine großzöge und gemütliche Sitzlandschaft zum Lümmeln sowie einen Vinyl Room, in dem ihr euch etwas zurückziehen könnt, den Plattenspieler anschmeißt und mit guter Musik entspannt oder aber auch ein Buch lest. Gleichzeitig ist der Vinyl Room auch als Raucherzimmer ausgelegt.

Für Tagungsgäste bietet das Hotel ebenfalls zwei Räume an, die sich von klassischen Tagungsräumen, wie man sie vielleicht kennt, abheben. Ausgestattet mit modernster Technik aber eben diesem lockeren Flair. Eine Umgebung, in der man auch etwas freier und kreativer ist und seinen Gedanken bei einem Blick auf den Hafen freien Lauf lassen kann. Ich selbst kenne die sterilen Teppichräume anderer Hotels nur zugut. Sie gleichem eher einem Krankenhauszimmer und machen depressiv. Neben den zwei Freiräumen, wie 25hours sie nennt, gibt es, wie gesagt, noch den, im Eingangsbereich erwähnten Container. Weiterhin gibt es noch den etwas klassischeren, großen Tagungsraum „Gallery“, der allerdings auch mit urbaner Optik im Loft Charakter überzeugt. Hier finden nicht nur Tagungen statt, sondern auch mal der ein oder andere Yoga-Kurs, hab ich mir sagen lassen.

Ganz vergessen. Am Eingang befindet sich noch ein Shop mit vielen kleinen Produkten, die teils ökologisch Hergestellt sind, lokal in Handarbeit, einen bestimmten maritimen Bezug haben oder einfach nur cool sind.

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Nach dem Rundgang machten wir uns dann auf in die Innenstadt. Es war ja schließlich kurz vor Weihnachten und es waren noch einige Geschenke zu besorgen. In der Theorie dauert der Gang in die Innenstadt, wie oben erwähnt, rund 10 Minuten. Wer aber ein Faible für Fotografie hat, der bleibt auch gerne auf dem Weg dorthin 30 Minuten in der Speicherstadt hängen. Uns natürlich eingeschlossen.

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Fazit

Das 25hours Hotel HafenCity hat uns rundum sehr gut gefallen. Wer auf Wohlfühl-Atmosphäre steht und von sterilen Business Hotels angenervt ist, der wird hier sein zweites zu Hause finden. Ebenfalls eignet sich das Hotel als guter Ausgangspunkt für einen Hamburger Städtetrip. 25hours bietet ein rundum gelungenes Konzept, das keinen Raum für Kritik lässt. Auch Schleckermäulchen kommen hier auf ihre Kosten.

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