Xel-Há – Ein Paradies auf Erden für Wasserliebhaber – Erfahrungsbericht / Test

Der Xel-Ha Wasser-Freizeitpark wird seiner Bezeichung als „Wasserpark“ vielleicht nicht gerecht, denn vielmehr ist es einfach das größte natürliche Aquarium der Welt, welches ihr euch vorstellen könnt.

Der Park bietet eine riesengroße, von unterirdischen Flüssen mit Süßwasser gespeiste, Lagune. Das geniale hierbei ist aber, dass die Lagune bis ins Meer reicht und sich hier das Salzwasser mit dem Süßwasser vermischt, was sich in einem ungeahnten Artenreichtum niederschlägt.

In Xel-Há ist für alle Geschmäcker etwas dabei. Ob ihr euch, wie wir, von 4-5m hohen „Klippen“ in die Lagune stürzen, über der Lagune einen anspruchsvollen Kletterparcour bestreiten, mit rasanten Seilbahnen über/in das kristallklare, azurfarbene Wasser rauschen wollt oder eben einfach „nur“ einen Tag lang die Unterwasserwelt beim Schnorcheln genießt. Egal was ihr dort macht, es bleibt sicher ein unvergessliches Erlebnis.

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Lasst euch auch nicht vom Eintritt von rund 80 USD für Erwachsene und 40 USD für Kinder (5-11 Jahre) abschrecken. Dafür bekommt ihr einen Tag lang ein Naturerlebnis, welches seinesgleichen sucht. Zudem muss man sagen, dass das ganze gemessen an unseren deutschen Freizeitparks nicht unfair kalkuliert ist. Denn im Preis sind sowohl Essen internationaler und mexikanischer Küche als auch Getränke enthalten. Wenn man das gegen die horrenden Preise für Speisen in unseren Parks vergleicht, sind 80 USD dann doch vergleichsweise wirklich angemessen.

Einzig beachten solltet ihr, dass einige Attraktionen bzw. Aktivitäten, wie z.B. das Schwimmen mit Delfinen, das Tauchen mit einem Tauchhelm (Sea-Trek) incl. Stachelrochenbegegnung extra kosten. Bei den hohen Eintrittspreisen mag das vielleicht nicht ganz fair klingen, aber es sind halt auch Dienstleistungen, welche man nicht in unbegrenzter Menge anbieten kann. Im Schnitt liegen diese Extras übrigens bei rund 45 USD pro Person.

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Unser Tag vor Ort bestand aus einem wundervollen geführten Rundgang inklusive vieler Begegnungen mit dem angenehm kühlen Element. So konnten wir bereits nach 20 Minuten das erste Mal in einer abgeschiedenen Lagunenecke das Wasser genießen.

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Ganz getreu dem Motto des Parks „Life is now!“ ließ auch der Adrenalinschub nicht lange auf sich warten, und nachdem man sich dann doch schlussendlich mit dem Gedanken angefreundet hatte von einer gut 5 Meter hohen „Klippe“ in eine Naturlagune zu springen, konnte man nicht mehr genug davon bekommen. Solche Sprungmöglichkeiten gibt es übrigens aus verschiedenen Höhen. Aber auch hier läuft alles sehr professionell ab und die Absprünge werden durch mehrere Lifeguards und eine Absperrung gesichert.

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Insgesamt wird im Park viel Wert auf Sicherheit gelegt, so vergehen kaum 10-15m ohne auf den nächsten „Lifeguard“ zu treffen. Da man sich in einer Naturlagune bzw. Cenote aufhält ist das aber auch angebracht. Denn mit einem genormten Schwimmbad hat das nichts zu tun. Und wenn man nicht aufpasst, kann man sich natürlich auch schnell mal irgendwo Unterwasser stoßen.

Da das Wasser aber, egal wo wir dort waren, einfach nur glasklar war, und wir mit offenen Augen und dem gebotenen Respekt unterwegs waren, ist nichts passiert. Dementsprechend mit ein wenig Vorsicht kann man die „wilde“ Natur hier sicher genießen… und wohl sicherer wie kaum woanders.

Auf ging es für uns nach ein paar akrobatischen Sprüngen zur nächsten Attraktion bzw. eher einem Attraktionskomplex bestehend aus mehreren Seilbahnen und einem Kletterparcours. Beides natürlich über dem glasklaren Lagunenwasser versteht sich.

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Der Kletterpfad war ehrlich gesagt für ungeübte bzw. nicht fitte Menschen kaum zu schaffen. Hier wäre für das eine andere Ego noch eine einfachere Route wünschenswert. Aber wir haben es dennoch gepackt, wenn auch mit einer leichten Portion von nachträglichem Muskelkater.

Entspannter ging es dann bei den Seilbahnen zu. Bei der ersten Etappe musste man sich noch an einer Art Fahrradlenker selbst festhalten, was einem jedoch den Freiraum gibt für einen akrobatischen Abgang ins Wasser zu sorgen. Die folgenden Bahnen bewältigte man dann rasant aber bequem in einer Art „Sitztuch“. Wenn man sich richtig in das Tuch legt ist es an sich recht amüsant, da man 1-2-3mal wie ein gut geworfener Stein auf der Wasseroberfläche „aufschlägt“ bevor man eintaucht.

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Nach einem reichhaltigem und wohlschmeckendem Buffet (es gibt Mexikanisches und Internationales), bei dem für jeden etwas dabei ist, ging es dann für uns an eine Aktivität, welche nicht im Parkeintritt inkludiert war.

An sich wollten wir nahe der Wasseroberfläche mit Stachelrochen die Begegnung aufnehmen. Da diese frei lebenden Exemplare jedoch heute nicht in der Stimmung waren ins seichte Wasser zu uns zu kommen, mussten wir unseren Plan ändern und beschlossen zu den Rochen ins tiefere Wasser zu gehen.

Möglich macht das ein helmgestütztes Tauchsystem, welches in der Attraktion „Sea-Trek“ Verwendung findet. Man kann sich das ganze so vorstellen, wie, als wenn man an einem Geländer einen Unterwasserspaziergang bestreitet. Und kaum abgetaucht sahen wir auch schon die absolut farbenfrohe Unterwasserwelt mit unzähligen Fischen verschiedenster Art.

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Und auch die Stachelrochen ließen nicht lange auf sich warten. Da die Begleittaucher immer etwas Futter dabei hatten war es ein Leichtes die Rochen in Berührungsnähe zu bekommen. Ich habe mir nie erträumen lassen, wie „zutraulich“ und ruhig diese Geschöpfe sind. Gerade nach dem tödlichen Unglück mit Steve Irwin alias „Crocodile Hunter“ hätte ich das niemals gedacht. Einfach auch ein einmaliges Erlebnis, welches wir wohl nicht so schnell vergessen werden. Und auch sonst gab es hier unheimlich viel von der Unterwasserwelt zu sehen.

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Zum Thema Sicherheit auch hier ein paar Worte… Es wird durch ein kurzes Video erklärt, was so die do’s and dont’s bei dem Tauchgang sind. Auch die einfachsten Taucher-Handzeichen zur Unterwasserkommunikation werden vermittelt.  Durch den Helm ist es an sich jedem Besucher möglich diese Unterwassererfahrung zu bestreiten. Mit normalem Tauchen hat das alles jedoch nichts zu tun.

Nach diesem fantastischem Erlebnis ließen wir den Tag bei einer Runde freiem schnorcheln in der riesigen Lagune beim Sonnenuntergang ausklingen. Da kommt man mal so richtig runter. Mehr Entspannung geht kaum. Die Schnorchel Ausrüstung könnt Ihr euch übrigens gegen eine Kaution von 25 USD vor Ort leihen.

Erwähnen sollten wir auch, dass wir selbst, als wir alleine beim Schnorcheln unterwegs waren, einen Stachelrochen sichten konnten und natürlich unzählige aus „Findet Nemo“ bekannte Fische wie Clown- oder Doktorfische entdeckten…

Wem das allerdings mit dem ganzen Wasser über den Tag zu viel wurde, dem stehen viele bequeme Strand-Stühle oder Hängematten zum Abschalten zur Verfügung.

Auch toll finden wir, dass man vor Ort ohne weitere Gebühren so viele Handtücher erhält wie man benötigt und ein eigenes Schließfach für seine Wertgegenstände etc. erhält. An sich wirklich toll gelöst. Auch die Duschen und Umkleiden sind groß genug dimensioniert und bequem in der Nutzung.

Fazit:
Für den, der nicht unbedingt die Sonderattraktionen nutzen will, ist bei 80 USD wirklich alles Inklusive.
Wir finden, dass dies ein absolut fairer Preis für eine solch tolle Erfahrung ist.
Es ist einfach wie beschrieben für alle etwas dabei.

Mit freundlicher Unterstützung durch das Tourism Board Mexico – Cozumel & Riviera Maya

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