Erfahrungsbericht Hotel Faro Jandia Fuerteventura

Das Faro Jandia Fuerteventura. Zwei Wochen war es unser zu Hause in der Ferne. Ein gutes zu Hause, in dem wir uns sehr wohl gefühlt haben. Timo war bereits im Dezember 2010 Gast im Faro und hatte es für gut befunden, sodass ich mich seiner Empfehlung anschloss. Ihm selbst wurde das Hotel damals vom FirstTravel (TUI) Reisebüro empfohlen. Die Hauptkriterien: Ruhe, gutes Essen und eine zentrale Lage mit schönem Sandstrand.

Und obwohl die „TUI“ quasi mit dem Robinson Club und damals zwei RIU Anlagen vor Ort (eines davon ist mittlerweile zum SensiMar Calypso umgebaut worden), mit drei Hotels in der Umgebung vertreten ist, wurde ihm dieses empfohlen.

Das Hotel liegt ca. 90 Minuten mit dem Shuttlebus vom Flughafen von Puerto del Rosario entfernt. Die Leidensgeschichte und warum man nicht den Bus nehmen sollte könnt ihr in einem vorherigen Beitrag nachlesen.

Am Hotel angekommen trifft einen zunächst jedoch die absolute Skepsis. Denn, dass Hotel liegt mitten in der Promenade umgeben von verschiedenen Geschäften, einer Spielhalle und einer Sportsbar. Die Geräuschkulisse kann sich denke ich jeder vorstellen. Mehr Abschreckung geht auf den ersten Blick eigentlich gar nicht.

Doch sobald man den ersten Fuß in das Hotel setzt, befindet man sich quasi in einer Oase der Ruhe. Die Umgebung ist komplett ausgeblendet und durch die Intelligente Bauweise des Hotels abgeschottet. Innen scheint es eine andere Welt zu sein. So konnte der Urlaub also starten. Die Begrüßung war bereits freundlich und herzlich und ein Glas Sekt (wahlweise auch O-Saft oder Wasser) hob nochmals die Laune.

Wir machten uns auf den Weg zu unserem Zimmer, Nr. 441. Ein Standard Zimmer mit Meer- und Poolblick. Die perfekte Aussicht. Das Meer zog uns direkt magisch an. Auch wenn es schon 18 Uhr ist, heißt das Motto: Pack die Badehose aus.

Das Hotel liegt in erster Reihe aber nicht direkt am Strand, wie jedoch auch die meisten Hotels auf Fuerteventura, denn im Streifen davor befindet sich ein Naturschutzgebiet. Allerdings muss man nur einmal die Straße überqueren und einige Meter über einen Holzsteg durch das Naturschutzgebiet laufen und schon ist man am feinsandigen und elfenbeinfarbenen Sandstrand. Die Sonne hat den Himmel bereits in einen farbenfrohen Mix aus rot und lila getaucht. Und wir tauchen auch in das kristallklare türkisblaue Wasser. Die Belohnung für die lange Anreise.

Noch zuvor waren wir, wenige Stunden vorher, um 9 Uhr in Hannover bei 5cm Neuschnee abgereist und schwimmen nun im Meer bei 25 Grad. Ein grandios gutes Gefühl.

Ab ging es wieder ins Hotel. Durch unsere späte Anreise konnten wir nun noch das Abendbrot wahrnehmen. Hierbei offeriert das Hotel zwei Essenszeiten, einmal um 18:00 und einmal um 20:00Uhr. Man bekommt einen festen Tisch zugeordnet und muss sich so nicht jeden Abend einen neuen Tisch suchen. Serviert wird jeden Abend ein reichhaltiges Salat- sowie Dessertbuffet. Ebenso ein großes Angebot an warmen Speisen. Jeden Tag gibt es ein Highlight, unser Favorit Spanferkel, sowie frisch Gegrilltes, Lamm, Schwein oder Rind und gebratener Fisch sowie Pasta. Alles frisch an Ort und stelle zubereitet. Ebenso gibt es verschiedene Beilagen oder Pizza. Unser Favorit hier: Die salzigen, leicht eingekochten Kartoffeln, die so genannten Papas arrugadas mit den passenden Saucen (Mojo Picon oder Mojo Rojo).

Die Speisequalität war durchweg als sehr positiv zu bewerten und hebt sich deutlich von anderen Hotels gleicher Kategorie ab. Zudem ist die Atmosphäre durch die zwei kleineren Gruppen sehr angenehm. Kein Gedränge am Buffet oder lange Wartezeiten und eine angenehme Lautstärke mit wirklich guter Musik zum dinieren. Wer Habpension gebucht hat wie wir, der muss die Getränke abends separat zahlen. Die Preise sind allerdings sehr human. 4 Euro für 0,25 l Hauswein, eine Flasche ab rund 15 Euro, oder eine Flasche Wasser für 2 Euro. Das Highlight hier sicherlich der Pinot. Ein rose Sekt, der die leichte und lockere Lebensart der Insel wiederspiegelt..

Die Anreise war lang und so ging es früh zurück aufs Zimmer. Das Standard Zimmer ist unseres Erachtens vollkommen ausreichend. Wer mehr Platz benötigt, kann auf ein Superior Zimmer ausweichen. Dieses in von der Ausstattung her identisch, bietet aber ein wenig mehr Raum um sich zu bewegen sowie einen größeren Balkon mit Liegestühlen statt Stühlen. Zudem hat man den erweiterten Service, dass bspw. die Poolhandtücher automatisch getauscht werden.

Ausgestattet sind die Zimmer mit einem großen Wandschrank, einer Kommode und einem Sofa sowie ein Sessel. Die Betten sind relativ weich, wir konnten aber gut drauf schlafen. Zudem gibt es im Zimmer einen LCD Fernseher, der drei deutsche Programme empfängt. Das Bad ist ebenfalls gut ausgestattet nur ein wenig dunkel. Der Dunstabzug funktioniert, wie in vielen Hotels, nicht sonderlich gut. Einen optischen Akzent setzt hier noch der LED Duschkopf. Der Balkon ist ausgestattet mit zwei Stühlen und einem Tisch. Insgesamt ist die Ausstattung sehr hochwertig und gepflegt. Dass das Hotel gepflegt wird sieht man auch an jeder Ecke, denn ständig werden Renovierungsmaßnahmen durchgeführt. Für ein bereits 13 Jahre altes Haus sieht es noch wirklich neuwertig aus.

Neben dem angesprochenen Superior Zimmer gibt es noch sieben Suiten im Hotel. Diese liegen jeweils an den Spitzen des Hauses und haben somit noch einen besseren Ausblick. Als Highlight befindet sich ein beheizbarer Jacuzzi auf dem Balkon. Alle Zimmer liegen mehr oder weniger im Innenhof und sind sehr ruhig.

Das Hotel ist auch insgesamt sehr ruhig denn die Klientel ist im Durchschnitt etwas älter. Zudem gibt es kaum Kinder im Hotel. Selbst in den Ferien nur ein geringer Anteil. Wer also ein ruhiges Hotel am schönsten Fleck der Insel sucht und hohe Erwartungen an Speisequalität und Zimmer hat, der kommt am Faro eigentlich gar nicht vorbei.

Doch gehen wir weiter durch das Hotel. Im Innenhof liegt der besagte Pool, der ausreichend dimensioniert ist. Man kann hier in Ruhe entspannen ohne das Kinder laut schreien oder man von der Animation „belästigt“ wird. Zwar gibt es im Hotel auch Animation wie bspw. Tennis oder Aerobic, aber es wird dezent gefragt und nicht in marktschreierischer Mentalität über den Platz gelaufen. Alles sehr angenehm und dezent. Sportlich hat das Hotel neben den oben gennannten Angeboten noch einen Minigolfplatz sowie ein Billardtisch.

Den Abend ausklingen lassen kann man an der gemütlichen Bar. Hier gibt es zu sehr fairen Konditionen, 5,50 Euro, Cocktails und natürlich auch weitere Getränke. So durfte an fast keinem Abend der wirklich gute Mojito fehlen. Dazu gibt es ein paar Nüsse. Der Abend wird zunächst begleitet von ruhiger Musik und ab 22 Uhr gibt es ein Showprogramm, das viele Facetten hat und sogar die Einheimischen anlockt. Für uns am interessantesten war das „improvisierte“ Jazzkonzert. Das hat wirklich Spaß gemacht und zum mitswingen eingeladen.

Auch die Nacht hat mal ein Ende und ab 8 Uhr wird im Faro Frühstück serviert. Neben dem üblichen Aufschnitt gibt es eine Variation aus frischen Backwaren. Die klassischen Würstchen, Rühreier und Speck dürfen natürlich auch nicht fehlen. Auf Wusch wird auch ein Omelette frisch zubereitet. Darüber hinaus, gibt es frische Smoothies aus echten Früchten. Nicht gestreckt oder mit Wasser verdünnt. So etwas findet man zumeist nicht mal in fünf Sterne Hotels. Highlight des Frühstück also definitiv die Smoothies, die Haselnusscreme, die Croissants und der Zitronenkuchen. Wahlweise kann man zum Frühstück drinnen oder draußen sitzen. Eine Platzzuweisung wie beim Abendbrot gibt es hier nicht.

Auch müssen wir hier noch einmal lobend erwähnen, dass man hier auch ohne regelmäßiges, großzügiges Trinkgeld einen Spitzenservice erhält, gänzlich egal ob bei der Zimmerreinigung, an der Bar oder vom Kellner beim Essen.

Zum Schluss sei auch noch die komplette W-LAN Abdeckung des Hauses erwähnt. Dies wird in den kommenden Zeiten immer wichtiger, denn das Internet wird sozusagen zu einem Grundbedürfnis wie bspw. warmes Wasser auf dem Zimmer. Das Positive am W-LAN ist zudem noch, dass es den Gästen kostenfrei zur Verfügung gestellt wird und es keine Limitierung auf ein Gerät gibt.

Fazit

Wie bereits mehrfach angesprochen ist das Hotel etwas für anspruchsvolle Gäste. Ruhe, Hohe Speisenqualität und eine der besten Lagen sind die Kernmerkmale des Hotels. Gepaart wird dies noch mit einer sehr familiären und dezenten Atmosphäre, die man sonst in großen „Bettenbunkern“ nicht findet. Man fühlt sich einfach wohl und auch der Kellner weiß schon am zweiten Tag was man üblicherweise trinken möchte.

Weitere Fotos vom Hotel auf unserem Flickr Account.

Text: Timo Weuter, Camillo Pfeil

Bilder: Timo Weuter, Camillo Pfeil

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