Fuerteventura Tag 9: Off Road Buggy Tour

Und Action. An diesem Tag wurde die Insel Fuerteventura erneut auf vier Rädern erkundet. Allerdings diesmal abseits befestigter Hauptstraßen. Was mit dem Mietwagen die Tage zuvor nicht erlaubt war (zum Teil ist es aber auch nicht möglich mit dem Auto auf diesen Wegen zu fahren), dass ist genau das Terrain von Buggy und Quad.

Mit Quad Adventures Costa Calma machten wir uns also an diesem Tag auf den Weg. Nach einer Einweisung in die Fahrzeuge, wir wählten einen Buggy, ging es dann auch schon recht zeitnah los. Der erste Eindruck der Fahrzeuge machte allerdings, zumindest von der Bereifung her, nicht den besten Eindruck. An unserem Buggy waren die vorderen Reifen recht abgefahren, was noch zu verschmerzen war, da der Buggy Hinterradantrieb hat und dort die Reifen gut waren, doch der Buggy vor bzw. neben uns hatte vorne und hinten abgefahrene Reifen, was für eine Strecke, vornehmlich auf Schotter, recht suboptimal ist.

Der Anfang der Route führt zunächst auf befestigen Straßen durch die Costa Calma. Nach kurzer Fahrstrecke befindet man sich aber schon schnell im Gelände. Ab hier beginnt das Fahren richtig Spaß zu machen und der Buggy entfaltet sein volles Potential. Scheibenwischer Fahrer können hier einpacken, denn mit seiner direkten Lenkung gibt der Buggy die Fahrbahn 1:1 an den Fahrer weiter. Man muss das Lenkrad also richtig festhalten, was man am Ende des Tages auch in einem leichten Muskelkater in den Armen gespürt hat. Auch ist die Tour sicherlich nichts für jemanden mit Rückenproblemen, denn man wird schon heftig durgeschüttelt. Tiefe Bodenwellen, loser Schotter und Bergkuppen geben einem das Gefühl früherer Tage, als man noch Colin McRae Rally auf dem PC oder der Konsole gespielt hat. Dem Beifahrer fehlte es jetzt nur noch an einem detaillierten Streckenplan und den damit verbunden Ansagen.

Allerdings wurde der Spaß auch ein wenig eingebremst. Schon das vorab unterzeichnete Dokument zeigte, dass wenig Raum für Spaß ist. Keine Drifts, keine wilden Beschleunigungen und auch die Handbremse war abgeklemmt, um eben das Driften zu unterbinden. Nicht mal den Zündschlüssel durfte man selbst betätigen. Zudem muss man allerdings auch sagen, dass das Driften, gemessen an dem Zustand der Reifen, recht gefährlich geworden wäre. Wir hatten den Buggy in den Kurven versucht ein wenig in den Grenzbereich zu bringen und dieser war auch schnell erreicht. Von daher ist es Anfängern auch wirklich zu raten sich an die Spielregeln zu halten.

Aber auch die Motorisierung des Buggys erlaubte keine groben Ausreißer. Mit zwei erwachsenen Männern merken wir ständig, dass wir gerade bergauf schnell an Boden verloren, denn damit war der kleine Motor doch ein wenig überlastet. Zu unserer Verwunderung ging der Buggy im Stand in der Schräge auch des Öfteren mal aus.

Während der Tour wurden verschiedene Stopps gemacht. Darunter auch am Surferbeach La Pared, wo wir zuvor auch schon waren und bei Waveguru einen Kurs im Wellenreiten besucht haben sowie am Playa Sotavento, wo die weltbekannte Kitesurfschule Rene Egil beheimatet ist. Daneben gab es noch einen Stopp an einem Restaurant für etwa eine Stunde. Aus unserer Sicht hätte man sich diesen Stopp sparen können, wir waren wie immer unter Zeitdruck, doch die meisten Teilnehmer fanden die Pause denke ich alle recht angenehm.

Die Tour wurde zusätzlich von einem Kameramann begleitet, der jedoch weniger motiviert sondern eher lustlos wirkte. Dieser positionierte sich an verschiedenen Stellen auf der Strecke und nahm dort Videomaterial auf. Einen fertigen Film von der Tour sowie weiterem Bild- und Filmmaterial konnte man dann für 25 Euro erwerben.

Am Ende der Tour bzw. auch schon zwischendurch sieht man, was man beachten sollte. Denn der feine Sand, der während der Fahrt aufgewirbelt wird, setzt sich am ganzen Körper und der Kleidung fest. Zur Demonstration hatte ich ein weißes T-Shirt an, was nach der Fahrt komplett braun war. Man sollte sich für solch eine Tour also am besten ältere Kleidung anziehen. Aber auch das Gesicht ist komplett zugesandet und bedarf einer gründlichen Reinigung danach. Am einfachsten geht das natürlich mit einem Sprung ins Meer.

Fazit
Uns hat die Tour insgesamt viel Spaß gemacht, auch wenn sicherlich noch wesentlich mehr Potenzial in einer solchen Tour steckt. Etwas mehr Motorleistung, Allrad und eine funktionierende Handbremse würden der Tour sicherlich gut tuen. Für Anfänger ist das aktuelle Paket aber so recht gut und alle Teilnehmer hatten sichtlich Spaß. Einzig der Wartung der Fahrzeuge, insbesondere die Bereifung, sollte mehr Beachtung geschenkt werden.

Text: Timo Weuter, Camillo Pfeil

Bilder: Timo Weuter, Camillo Pfeil

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