Rhodos – Die Westküste – Schmetterlingstal Petaloudes, Kloster Filerimos und Festung Monolithos

Berge, Hotels, Flughafen, einsame Hangstraßen, steinige Strände, Wind und Wellen und zwischendrin immer wieder lohnende Ausflugsziele – die Westküste von Rhodos ist vielfältig und verändert sich vom eher touristischen Norden hin zu endlegenden Bergdörfern im Süden.
Wir hatten zeitlich leider nur einen Tag zum Entdecken der Westküste und haben die folgenden Ziele angefahren, die wir euch in diesem Artikel vorstellen möchten:

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Berg Filerimos mit Klosterstätte und Pilgerpfad

Bergaussicht, Pilgerpfad, Ausgrabungsstätte, restauriertes Johanniterkloster, freilaufende Pfaue, kleines Restaurant – auf 267 Metern Höhe hat der Berg bzw. Hügel Filerimos einiges zu bieten!

Bereits von fern erkennt man Filerimos anhand des freistehenden großen Kreuzes, das am Rande des Gipfels steht. Am Fuße des Berges führt eine kurvige Straße hinauf bis zu einem großen Schotterparkplatz, auf dem man kostenlos parken kann. Hier begegnen einem schon die ersten bunt schillernden Pfauen, die mit ihren Rufen die Akustik hier oben bestimmen.

Direkt am Parkplatz gibt es ein kleines Restaurant, in dem man kleine Snacks und kühle Getränke im Schatten genießen kann. Am Restaurant vorbei steht man dann vor der Wahl, ob man sich rechts entlang dem kurzen Pilgerpfad und dem Kreuz widmet oder linksherum dem Kloster.

Wir sind zunächst den Pilgerpfad entlanggelaufen, um das schon aus der Ferne so beeindruckend wirkende Kreuz aus der Nähe betrachten zu können!
Entlang des Weges Richtung Kreuz finden sich auf der rechten Seite in regelmäßigen Abständen religiöse Bilder, dazwischen laufen die Pfauen kreuz und quer. Während ihr den Pfad entlang geht, habt ihr die ganze Zeit das mächtige Kreuz im Blick, das mit jedem Schritt nach vorn gigantischer wirkt.

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Das Kreuz steht in einem eingezäunten Kreis am Rande des Gipfels. Beim Blick nach oben verschlägt es einem durch die Größe des massigen Eisenkreuzes die Sprache, da dieses so imposant gen Himmel ragt und man sich als Individuum plötzlich ganz klein fühlt. Wirft man den Blick am Kreuz vorbei, über die Abzäunung in die Ferne, so überkommt einen ein Gefühl von Ruhe und unendlicher Weite.
Bei diesen Eindrücken, die auf einen einprasseln, kann man gut verstehen, warum ein Mönch im 13. Jahrhundert genau an dieser Stelle ein solches Kreuz errichtet hat.
Es lohnt sich wirklich hier kurz zu verweilen und die Eindrücke auf sich wirken zu lassen!

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In dem Bereich vor dem Kreuz befindet sich übrigens noch eine kleine Kapelle, in der man gegen eine Spende eine Kerze entzünden kann.

Nach dem Kreuz haben wir uns natürlich auch noch das Kloster angeschaut. Während gerade im Bereich des Restaurants und entlang des Pilgerpfades viele Reisende unterwegs sind, werdet ihr feststellen, dass sich im und um das Kloster nur wenige Menschen aufhalten – das liegt vermutlich daran, dass man für den Zutritt zum Klostergelände Eintritt bezahlen muss. Erwachsene zahlen sechs Euro (Stand Juli 2016), Studenten erhalten bei Vorlage ihres Studentenausweises freien Eintritt.

Ob sich die sechs Euro Eintritt lohnen, hängt davon ab, wie sehr ihr euch für archäologische Details, aber auch beispielweise ruhige Innenhöfe interessiert.

Nachdem ihr durch ein großes schwarzes Eisentor getreten seid und den Eintritt bezahlt habt, geht es etliche Treppenstufen den Weg zum Kloster hinauf.
Oben angekommen steht zu eurer Linken die Kirche des wiederaufgebauten Johanniterklosters. Zahlreiche Details, darunter unter anderem das Johanniterkreuz, zieren die Fassade. Rundherum liegen Steine und Artefakte als Zeitzeugen der vergangenen Zeit.
Hinter und rechts seitlich der Kirche befinden sich die Wohnanlagen und sonstigen Gebäude des Klosters. In der Mitte fallen sofort die hochgewachsenen Zypressen auf, rundherum führen Gänge mit kleinen Vordächern durch das Areal. Hinter der Kirche befindet sich ein ruhiger Innenhof mit bunter Blumenbepflanzung, am äußeren Ende des Innenhofes gelangt ihr durch eine mächtige Holztür zu einer größeren Ausgrabungsstätte.
Überall an den Gebäuden gibt es etwas zu entdecken  – schmale Treppen, die zu kleinen Kanzeln führen, kunstvolle Wandelemente, wild gewachsene Rankpflanzen, … Es lohnt sich wirklich das Kloster mit offenen Augen zu erkunden und die vielen kleinen Details zu entdecken!

Für weitere Eindrücke schaut euch doch auch gerne unser YouTube Video von Tag 3 auf Rhodos an (Beitrag zu Filerimos direkt am Anfang des Videos):


Petaloudes – Das Tal der Schmetterlinge

Ein weiteres äußerst beliebtes Ausflugsziel auf Rhodos ist das Tal der Schmetterlinge. Gerade in der Nordhälfte der Insel findet man an beiden Küstenseiten immer wieder Schilder, die auf das Butterfly Valley bzw. Petaloudes (griechisch für Schmetterlinge) hinweisen.
Wobei der Begriff „Schmetterlingstal“ genau genommen nicht ganz richtig ist, da es sich bei der in dem Tal ansässigen Sorte eigentlich um eine Mottenart handelt.

Wie bei den meisten Attraktionen auf Rhodos gibt es auch vor dem Areal des Schmetterlingstals einen großen Sandparkplatz, auf dem ihr kostenlos parken könnt. Direkt am Parkplatz befindet sich ein erstes grünes Kassenhäuschen, an dem man ein Ticket für eine Bimmelbahnfahrt zur Spitze des Tales kaufen kann, an der sich ein Kloster befindet. Diesen Weg kann man natürlich auch zu Fuß zurücklegen.
Folgt ihr dem Weg am Kassenhäuschen vorbei, über eine kleine Brücke, steht ihr vor der Wahl euch zunächst das Schmetterlingstal zu eurer Linken anzuschauen oder ein kleines Museum zu eurer Rechten mit anschließender Verschnaufpause in einem kleinen Café. Beide Attraktionen – sowohl Schmetterlingstal als auch Museum – kosten jeweils fünf Euro Eintritt (Stand Juli 2016) und haben jeweils ein gesondertes Kassenhäuschen.

Wir haben uns für die Besichtigung des Schmetterlingstals entschieden.
Das Schmetterlingstal beginnt im Tal eines Hügels und führt über mehrere Wege und Treppen, vorbei an Wasserfällen, den Hügel hinauf. Die Wege sind mit Holzbegrenzungen abgegrenzt, der Wegboden ist teils uneben und rutschig, da er recht abgelaufen ist. Jenseits der Begrenzungen ist die Natur größtenteils sich selbst überlassen, sodass man von einem zumeist wildwachsenden Wald umgeben ist. Immer wieder führen Querwege zu kleinen Sitzbänken, von denen man die „Wildnis“ aus betrachten kann.

Die Hauptattraktion des Tals sind aber natürlich die Schmetterlinge! Bzw. Motten, wie eingangs schon erwähnt. In diesem Tal siedelt nur eine Mottenart, die durch ihre markante rote Flügelunterseite bekannt ist – der gepunktete Harlekin. Angelockt werden sie von dem Harzgeruch der Amberbäume, die auf Rhodos nur in diesem Tal wachsen. In den Monaten Juni bis September kehren tausende dieser Motten hier ein für die Paarung.
Vor einigen Jahren kamen noch viel mehr Schmetterlinge; ihre Zahl wurde jedoch durch die große Anzahl an Touristen nachhaltig reduziert, die durch ihre Anwesenheit und laute Geräusche die Paarung der Motten verhinderten. Die überall aufgestellten Hinweistafeln, dass ein Aufscheuchen durch beispielsweise Klatschen verboten ist, sollte man daher ernst nehmen!

Genaues Hinsehen lohnt sich, überall könnt ihr die Schmetterlinge entdecken, die durch ihre graubraune Flügeloberseite auf den ersten Blick nicht immer direkt zu erspähen sind. Es gibt aber auch noch andere Tierarten zu entdecken wie z.B. kleine Echsen.

Weitere Einblicke zu diesem schattigen Ort findet ihr in unserem YouTube Video von Tag 3 (ab Minute 1:58):


Klosterruine Monolithos

Die Ruine eines alten Johanniterklosters direkt an der Küste mit einer strahlend weißen Kapelle in der Mitte und teilweise löchrigen Außenmauern der Ruine, durch die man eine grandiose Aussicht auf das Meer hat – Monolithos ist neben der Akropolis von Lindos einer der beliebtesten Fotospots auf Rhodos und ein häufiges Postkartenmotiv!

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Aus Zeitgründen konnten wir leider nicht ganz zur Ruine fahren, aber schon der Blick von einem Ausblickpunkt vor Monolithos ist atemberaubend schön!


Bergdörfer Embona und Siana

Fährt man die Bergstraße an der Westküste entlang, kommt man durch zwei sehr touristische und bekannte Dörfer – Embona und Siana.

Embona ist DAS Weindorf auf Rhodos. Hier gibt es neben der großen bekannten Weinkellerei Emery auch etliche kleine Familienbetriebe; überall finden sich Schilder, die zu Weinproben locken. Zudem gibt es in Embona etliche Tavernen, in denen die griechische Küche genossen werden kann.

Embona liegt übrigens am Fuße des Attaviros, dem größten Berg auf Rhodos, an dessen Hängen sich neben Zypressen und Olivenbäumen auch etliche Weinranken den Hang hinauf schlängeln.

Weiter südlich liegt das kleine Dörfchen Siana, das für seinen Honigschnaps bekannt ist. Abgesehen davon gibt es in dem Dorf noch eine Kirche und einen Blick auf den Appolakkias Stausee.

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Lohnt sich ein Halt in den beiden Dörfern? Habt ihr Interesse an klassischen Touristenhotspots und Verprobungen von alkoholischen Getränken? Dann sicherlich! Ansonsten sind die beiden Orte allerdings eher unspektakulär.

Videoeindrücke findet ihr in unserem YouTube Video von Tag 3 (ab Minute 4:39):

 

Vielen lieben Dank an dieser Stelle an die alltours flugreisen GmbH für die Unterstützung.

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