Rhodos – Der Norden – Rhodos Altstadt, Mandraki Hafen und Akropolis von Rhodos

Mittelalterliche Wallanlagen, enge Gassen und alte Rittervillen; Akropolis, antikes Olympiastadion und Amphitheater; Koloss von Rhodos und Yacht- und Kreuzfahrtschiffhafen; moderne Bars und belebte Szeneviertel – der Norden von Rhodos ist unglaublich facettenreich und bietet wirklich für jeden Reisegeschmack etwas!

Wir waren jeweils etwa einen halben Tag in der Altstadt der Hauptstadt Rhodos nebst Mandraki-Hafen sowie der Akropolis von Rhodos unterwegs.


Rhodos Stadt – Hauptstadt der Insel

Die gleichnamige Hauptstadt der Insel Rhodos hat vielen Gesichter – die Neustadt mit belebten Bars und Hotels, die Außenbezirke, in denen die Rhodier größtenteils wohnen und durch die ihr auf dem Weg Richtung Innenstadt fahrt und dann natürlich die Altstadt, unserer Meinung nach das Herzstück der Hauptstadt.

Der Mandraki Hafen – Parkmöglichkeit, Koloss von Rhodos und Windmühlen

Wenn ihr Rhodos Stadt erkunden wollt und mit dem Mietwagen unterwegs seid, solltet ihr früh auf den Beinen sein, um einen der begehrten kostenlosen Parkplätze mitten in der Innenstadt zu ergattern.

Wir waren kurz nach halb neun am Becken des Mandraki Hafens und haben dort am Pl. Antinavarchou Perikli Ioannidi kostenlos geparkt. Hier parken auch viele Rhodier, ihr findet kaum Mietwagen; zehn Minuten später war auch der letzte freie Parkplatz bereits belegt.

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Auf den Straßen von Rhodos Stadt ist auch schon früh am Morgen viel los…

Der Mandraki-Hafen ist der Hafen, an dessen Eingang in der Antike der Koloss von Rhodos – eine riesige Bronze-Statue zu Ehren des Sonnengottes Helois – gestanden haben soll; genaue Erkenntnisse, wo er tatsächlich stand, sind bisher historisch aber nicht erwiesen.
An der oftmals auf Gemälden gezeichneten Stelle des Kolosses stehen nun zwei Steinsäulen mit Hirschstatuen. Der Hintergrund, wie ihr vielleicht schon in unserem YouTube Video gesehen habt, ist, dass es auf Rhodos in der Antike eine Schlangenplage gab und ein Orakel den Rhodiern geraten hat Hirsche auf die Insel zu bringen, die dann die Schlangen vertreiben sollten. Der Hirsch ist daher übrigens  auch das Wappentier der Insel Rhodos!

Auf der anderen Uferseite des Mandraki-Hafens befinden sich drei Windmühlen, die, wie die Hirschstatuen, ein beliebtes Fotomotiv sind. Am Ende der Uferseite findet ihr dann noch das Fort St. Nicholas bzw. die Außenmauern davon, zwischen denen auch der Leuchtturm des Hafens steht.
Vom Mandraki-Hafen aus erblickt man auch schon die mächtigen Festungsmauern der Altstadt, in deren Richtung wir uns dann auch aufgemacht haben.

Die Altstadt von Rhodos

Eigentlich wollten wir durch eines der nördlichen Tore in den Festungsmauern auf direktem Wege zur berühmten Ritterstraße der Altstadt – das hat glücklicherweise nicht geklappt und sofern ihr genügend Zeit in Rhodos Stadt habt, können wir euch unseren oder einen ähnlichen Umweg auch wirklich nur ans Herz legen!

Dazu hier zunächst ein Ausschnitt von Google Maps, in der wir euch (grob) unsere Route zur Veranschaulichung (und zum Nachlaufen) eingezeichnet haben:

Karte von Rhodos - Altstadt - ©Google
Karte von Rhodos – Altstadt – ©Google

Die lila gekennzeichneten Wege sind die Stellen am Mandraki-Hafen, an denen ihr kostenlos parken könnt.
Die durchgezogenen blauen Linien stellen unseren Weg vom Mandraki-Hafen durch die Festungsmaueranlagen, den ruhigen Teil der Altstadt, die Einkaufsstraße Richtung Brunnen zur Ritterstraße dar.
Über den blau gepunkteten Weg kommt ihr auf kurzem Wege zur Ritterstraße (diesen Weg haben wir zurück zum Auto genommen).

Wie auch Rhodos Stadt selbst schon sehr facettenreich ist, hat auch die Altstadt verschiedene Bereiche, die es lohnt näher zu betrachten.

Wir sind vom Norden in die Altstadt aufgebrochen und sind bei einem kleinen Markt in den Bereich zwischen Festungsaußen- und innenmauern gelangt – hier war trotz Hauptsaison und Kreuzfahrtschifftag nichts los! Absolut unverständlich, denn die Eindrücke, die man hier erlangen kann, verschlagen einem die Sprache. Hohe Mauern rechts und links neben einem, von Menschenhand im Mittelalter gebaut, beweisen eindrucksvoll einmal mehr, was der Mensch vor ein paar Tausend Jahren schon leisten konnte. Dazu, durch die Höhe und Dicke der beiden Mauern bedingt, absolute Ruhe, das laute Treiben der Altstadt wie ausgesperrt und dadurch in einem sonst vielleicht actionreichen Urlaub ein paar Momente der Entspannung und Ruhe – mitten in der Innenstadt von Rhodos! Absolut unglaublich!
In dem Bereich zwischen den Mauern findet ihr übrigens auch Grasflächen und Bäume, die Schatten spenden – somit sicherlich auch ein netter Spot für ein kleines Picknick.

Nachdem wir das erste Tor im Westen der Stadt (Amboise Tor) aufgrund der vielen Eindrücke verpasst haben, sind wir nach Passieren zweier Türme, die jedoch keinen Zugang zur Altstadt ermöglichen, im Südwesten durch das Saint Athanasios Tor in den Süden der Altstadt gelangt – und damit wieder in eine völlig andere Welt.

Gerade eben noch im ehemaligen Verteidigungsgraben stehend, von hohen Mauern umgeben, landet man im Süden in dem bewohnten Teil der Altstadt mit engen, schmalen Gassen, mit älteren Rhodiern, die auf den Simsen vor ihren Wohnungen sitzen, mit Kindern, die in den Gassen spielen, mit jungen Männern, die auf ihren Motorrollern durch die Enge pesen, mit Katzen, die einen von Dachterrassen aus beäugen, …rhodos_akropolis_stadt_worldtravlr_net-1759
Die Aufzählung könnte wohl ewig weiter gehen, denn je mehr man die bewohnte Altstadt auf sich wirken lässt, desto mehr entdeckt man – geradezu paradiesisch für Fotografen und Fotografiebegeisterte!
Auch herrscht hier wieder eine andere Ruhe – nicht zu vergleichen mit der Stille zwischen den Mauern, sondern die Ruhe des alltäglichen Lebens, kein bis wenig Tourismustrubel.

Dies ändert sich jedoch stetig je weiter ihr nach Norden in der Altstadt lauft – die Gassen füllen sich langsam mit touristischen Läden, werden breiter und aufgeräumter und euch begegnen wieder mehr Reisende als Einheimische.

Spätestens bei Erreichen der Sokratous-Straße ist es erst einmal wieder vorbei mit heimeligen Gassen, denn hier findet ihr die Einkaufsstraße der Altstadt mit namenhaften Läden. Folgt man der Sokratous-Straße gen Osten, gelangt ihr an einen weiteren sehr markanten Punkt in Rhodos Stadt, dem Platz mit dem Eulenbrunnen. Umgeben wird der Brunnen von etlichen Restaurants und Bars, deren Angestellte impulsiv auffordern Platz zu nehmen.

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Vom Eulenbrunnen geht es weiter nach Norden, rechts neben dem archäologischem Museum geht es dann auch endlich in die Ritterstraße.
Die Ritterstraße stammt aus Mittelalterzeiten. Zu Zeiten des Johanniterordens hatten hier die verschiedenen Ritterorden ihre Villen und Herbergen, in denen sie mit den Adligen Europas Feste feierten und ihre Gäste unterbrachten; teilweise lassen sich die Gebäude auch begehen.
Die Ritterstraße beeindruckt wieder auf andere Weise – eine breite Gasse, hohe Gebäude an beiden Seiten, kunstvolles Mauerwerk, alles wirkt sehr geordnet und gerade im Gegensatz zu den zuvor erlebten verwinkelten kleinen Gassen.

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Das Highlight der Ritterstraße findet ihr am westlichen Ende, den Großmeisterpalast. Ob sich das darin befindliche byzantische Museum lohnt, können wir nicht beurteilen, da wir den Großmeisterpalast aus Zeitgründen (und aufgrund des Fotografier- und Filmverbots im Inneren) nicht besucht haben, aber allein die Außenansicht beeindruckt schon ungemein! Der reguläre Eintrittspreis beträgt übrigens 6 Euro (Stand Juli 2016).

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Wenn ihr die Ritterstraße zurücklauft und dann der in der Karte eingezeichneten gepunkteten Linie Richtung Norden folgt, findet ihr auf der linken Seite übrigens noch einen ganz schicken Platz mit einem kleinen Brunnen, Bänken zum Verweilen und Blumen und Treppen als scheinbar perfektes Hintergrundmotiv für euer Urlaubsfoto (zumindest sind uns beim Fotografieren des Platzes etliche Urlauber genau dafür ins Bild gelaufen).

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Mit mehr Zeit hätte man sicherlich noch mehr der Altstadt erkunden können, ein halber Tag vergeht nämlich wie im Fluge, da es so viel zu entdecken gibt!

Für noch mehr Impressionen als die Bilder bisher hier auch noch das YouTube Video von Tag 4, an dem wir zunächst in der Altstadt von Rhodos unterwegs waren:


Akropolis von Rhodos / Monte Smith Berg

Unweit der Innenstadt, in den westlichen Außenbereichen von Rhodos Stadt, findet man das, was man vielleicht intuitiv zuerst von Griechenland erwartet – Überbleibsel des antiken Griechenlandes auf dem Monte Smith Berg!

Da unser Hotel, das Atrium Platinum in Ixia, nur 2,5 km von dem Monte Smith Berg und damit der Akropolis von Rhodos entfernt lag, sind wir am ersten Tag auf Rhodos zu Fuß dorthin gelaufen. Wer ähnliches vorhat, dem sei gesagt, dass es nicht überall Fußwege gibt und ihr teils auf der Straße lauft – wer allerdings schon unseren ersten Artikel zur Rhodos Reise gelesen hat, weiß inzwischen, dass der Verkehr auf Rhodos zwar teilweise chaotisch abläuft, aber doch auf eine gewisse Art und Weise gesittet und ruhig.
Der Vorteil einer solchen kleinen Wanderung besteht eindeutig darin, dass man viel mehr von seiner Umgebung wahrnimmt – wären wir mit dem Auto gefahren, hätten wir sicherlich nicht die kleinen „Trampelpfad-Aussichtspunkte“ am westlichen Straßenrand entdeckt, von denen wir eine herrliche Aussicht auf das Meer und die Bucht, in der unserer Hotel liegt, aus hatten.
Doch auch bei Anreise mit dem Auto sind für Parkplätze westlich der Akropolis gesorgt.
Das Gelände des Monte Smith Berges ist übrigens zu jeder Zeit betretbar und kostet keinen Eintritt.

©Google
©Google

Vom Parkplatz aus kommend sieht man schon die übrig gebliebenen Säulen der früheren Akropolis gen Himmel zeigen – zumindest sofern ihr mehr Glück habt als wir und sie nicht auch mit einem Baugerüst ummantelt sind… Beeindruckend ist der erste Blick auf die Akropolis trotzdem, allein aufgrund der Höhe der Säulen!

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An der Akropolis vorbei gibt es nördlich versetzt noch eine Ausgrabungsstätte, die leider nicht weiter beschildert ist.

Wenn ihr die Treppen östlich der Akropolis hinunter geht, habt ihr nicht nur Blick auf das Meer auf der anderen Inselseite, sondern erblickt unter euch auch ein Amphitheater – für mich ein wesentliches Bauwerk der griechischen Antike, was aber vielleicht auch an meiner Geschichtslehrerin liegen könnte, die um Unterricht immer sehr lebhaft von den Anfängen des Theaters durch die griechische Kultur erzählt hat; und natürlich von der Bedeutung dieses Bauwerks in der griechischen Demokratie.
Unabhängig davon ist so ein Amphitheater einfach eine beeindruckende Bauleistung, wenn man bedenkt, zu welch früher Zeit sich die Architekten schon mit Ton und dessen Wirkung beschäftigt haben müssen und anhand dessen das Amphitheater auf diese bestimmte Art und Weise konzipiert haben.

Vor dem Amphitheater stehend könnt ihr zu eurer Rechten auch noch Überreste eines Bauwerks mit Rundbögen erblicken.
Spannender geht es aber zu eurer Linken zu – hier befindet sich auf gut 200 Metern Länge ein antikes Olympiastadion, inklusive der Sitzränge an den Seiten.

Auf dem restlichen Gelände des Monte Smith Berges befinden sich auch noch weitere kleinere Überreste antiker Bauwerke, am präsentesten sind aber Akropolis, Treppenanlage, Amphitheater und das gerade angeführte Olympiastadion.

Für kleine Pausen in der glühenden Hitze befinden sich nordöstlich des Amphitheaters Bänke mit schattenspendenden Bäumen.

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Wirklich ein nettes Ausflugsziel für einen halben Tag, definitiv ein Muss für Menschen, die genauso wie ich von der Antike begeistert sind, da die Akropolis von Lindos zwar mehr Säulen und Restauriertes bietet, aber dieses Großartige der Antike meiner Meinung nach nicht so transportiert wie die Akropolis von Rhodos bzw. die Überbleibsel auf dem Monte Smith Berg im Gesamten.

Für weitere Eindrücke dieses historisch eindrucksvollen Ortes schaut euch einfach unser Video an:

Vielen lieben Dank an dieser Stelle an die alltours flugreisen GmbH für die Unterstützung.

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