Malaysia – together in Harmony – Teil 1: Penang und Ipoh

bersama-sama dalam Harmony / 一起和諧 / एक साथ सद्भाव में

Was fällt Euch spontan zu Malaysia ein – Twin Towers, Badeurlaub, Formel1,…? Gibt es denn da wirklich noch mehr?

Vielen von Euch geht es sicherlich genauso wie uns und es hört mit der Aufzählung einiger weniger Klischees auf.

In Vorbereitung unserer Reise und natürlich auch vor Ort durften wir erfahren, dass Malaysia viel viel mehr zu bieten hat und nur für einen Strandurlaub eigentlich viel zu schade ist.

Und während wir uns in Deutschland um den Status des Islam streiten fliegen wir in ein Land, wo es eine deutlich größere Vielzahl von Menschen mit den unterschiedlichsten Kulturen und damit auch ein viel größeres Spannungspotential als in Deutschland gibt.

Gibt es hier noch mehr Streit, oder wie geht man hier mit den verschiedenen Bräuchen, Traditionen und besonders den vielen unterschiedlichen Religionen um?

Wir, das sind 8 Reisebesessene mit den unterschiedlichsten Berufen, Wohnorten, Charakteren und sicherlich auch nicht immer gleichen Meinungen. Wohl aber wollen wir alle gemeinsam immer wieder neue Reiseziele kennenlernen, Menschen treffen, mit Ihnen kommunizieren und das Erlebte während und nach unseren Reisen mit euch über soziale Netzwerke teilen.

Kann das gut gehen, harmoniert das?

Begonnen haben wir unsere Reise am 16. März dieses Jahres auf dem Flughafen von Frankfurt am Main. Hier haben die meisten von uns sich auch das erste Mal gesehen und kennengelernt. Schnell waren wir beim Du und haben uns über vielfältige Dinge ausgetauscht.

Von Frankfurt am Main ging es gegen 16:00 Uhr mit Qatar Airways zuerst in Richtung Doha und dann von dort weiter in Richtung George Town auf Penang. Wir hatten beide Strecken das Glück auf die Business Class upzugraden. So kamen wir nach insgesamt ca. 12 Stunden Flugzeit, und ca. 2,5 Stunden Zwischenaufenthalt in der Al Mourjan Business Lounge des Hamad International Airport in Doha, entspannt am Nachmittag des Folgetages in George Town an. Über die Flüge mit Qatar Airways und den Hamad International Airport werden wir in einem separaten Bericht näher eingehen. Der Zeitunterschied zu Deutschland beträgt während der Winterzeit in Malaysia + 7 Stunden.

Nach dem Check out und Fassen der Koffer ging es dann auch schnurstracks hinaus aus dem Flughafen in Richtung Vorplatz. Wie sah noch mal blauer Himmel und Sonnenschein aus, und wie fühlt sich Wärme jenseits der 25 Grad an? Nach langer Abstinenz in Deutschland und bis dato vergebenen Wartens auf den Frühling hatten wir hier endlich das Sommerfeeling wieder – fantastisch!

Das immerfeuchte, tropische Regenwaldklima in Malaysia ist aufgrund der Äquatornähe das ganze Jahr über relativ gleichmäßig und konstant. Bestimmt wird es durch den ca. alle 6 Monate wechselnden Monsun. Die Tagestemperaturen liegen in der Regel immer jenseits der 25 Grad, bei einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit am Morgen und ca. 70% am Nachmittag. Immer wieder kann es auch zu heftigen Regenfällen kommen, welche aber in der meisten Zeit des Jahres nur von kurzer Dauer sind und lediglich über die Wintermonate auch mal länger anhalten können.

Penang

Penang ist eine Insel an der Westküste Malaysias, in der von Schiffen viel befahrenen Straße von Malakka. Gleichzeitig ist die Insel eines der 13 Bundesstaaten Malaysias, mit George Town als Hauptstadt. Ihre rasante Entwicklung hat die Insel Penang dem britischen Kapitän Francis Light zu verdanken, der 1786 auf dem Weg von Indien nach China hier Halt machte. Der Sultan von Kedah überließ Francis Light die Insel als britischen Außenhandelsposten. Dieser wiederum begann mit den Soldaten der East India Company mit dem Bau erster Siedlungen, die unter den Einwohnern Pulau Pinang genannt wurde. Viele Einwanderer aus China und Indien ließen sich im Laufe der Zeit hier nieder um Handel zu treiben. Heute lebt Penang sowohl vom Tourismus, als auch von modernen Fabriken, unter anderem Siemens, Bosch, Blaupunkt und Osram. Der Tourismus spielt sich neben der Hauptstadt George Town hauptsächlich im 20 km entfernten Batu Ferringhi ab, wo namhafte Resorts, wie das Shangri-La’s Rasa Sayang Resort & Spa, oder das Golden Sands alle Annehmlichkeiten für einen erholsamen Strandurlaub bieten. Von den knapp 1,6 Mio. Einwohnern im Bundesstaat Penang, zu dem mit Seberang Perai auch noch ein kleiner Küstenstreifen auf dem Festland gehört, sind 42 % vorwiegend Malaien, 43 % ethnische Chinesen, 10 % ethnische Inder und der Rest Menschen verschiedener, anderer Nationalitäten.

Vom Flughafen ging es mit einem kleinen Bus in Richtung unseres Hotels in George Town. Auch wenn das ursprünglich angedachte Shangri-La’s Rasa Sayang Resort & Spa mit seiner direkten Standlage mehr als verlockend ist, hatten wir uns letztendlich dann doch für das ebenfalls zur Shangri-La-Gruppe gehörende Jen Hotel in der Stadtmitte entschieden. Die eingesparten Fahrzeiten für An- und Abfahrt zur Stadt von jeweils einer halben Stunde wollten wir lieber in unsere vielen, geplanten Besichtigungen investieren. Nach einem sehr herzlichen Empfang im Jen Hotel, über das wir ebenfalls in einem separaten Bericht etwas näher eingehen werden, ging es dann über Check in, einer kurzen Erfrischung auf dem Zimmer, einem kleinen Hotelrundgang, sowie dem Abendessen zu unserem ersten Höhepunkt – einer Trishaw Fahrt.

Trishaw Tour

Die Trishaw oder von Einheimischen auch Beca genannt, ist eine Art Fahrrad auf 3 Rädern mit viel Manpower. Die zwei vorderen Räder tragen eine Art gemütliche Bank, in der 2 Personen Platz finden, der hintere Teil des Rades ist unverändert, hier sitzt der Trishaw- Fahrer. Früher ein wichtiges Transportmittel in George Town, ist sie heute eine beliebte Touristenattraktion und ohne jeden Zweifel „one oft he things to do in Penang“. Für ca. MYR 30-45 / Std., das entspricht bei einem derzeitigen Wechselkurs zum Euro von 5:1 ca. € 6-9, kann man sich ohne schweißtreibenden Einsatz der eigenen Füße die wichtigsten Straßen, Plätze und Sehenswürdigkeitenvon George Town ansehen und wer mag auch ein wenig mit dem Trishaw- Fahrer plaudern. Hervorzuheben ist noch der tolle Schmuck der Trishaws, der abhängig von seinem Besitzer von minimalistisch bis üppig reicht. Insbesondere ein bunter Sonnenschirm, einige künstliche Blumen und ggf. noch kleine rote Lampions werden neben dem Fahrerlebnis auf dem späteren Foto sicherlich zu einem echten Hingucker.

Die von uns gewählte Fahrzeit bei Einbruch der Dämmerung erwies sich als überaus angenehm und praktisch. Nach der großen Hitze des Tages nimmt das bunte Treiben der verschiedensten Kulturen, ebenso wie in den frühen Morgenstunden, wieder an Fahrt auf, exotische Gerüche von den unzähligen Garküche steigen in die Nase, der Ruf des Muezzin schallt laut durch die Straßen und die Silhouetten der vielen Bauten lassen in der anbrechenden Dämmerung die Geschichte der langen Kolonialzeit erahnen.

Was für ein toller erster Tag ging zu Ende – müde und erschöpft fielen wir ins Bett und träumten den weiteren Highlights entgegen.

Am kommenden Morgen hieß es dann auch zeitig raus aus den Federn, ab unter die Dusche, rein in lockere Kleidung und ab ins Restaurant zum Frühstück, bevor es bei bestem Wetter mit dem Hop-on-Hopp-off-Bus los ging in Richtung Air Itam, einem kleinen Vorort, ca. 6 km vor den Toren von George Town. Der Hop-on-Hopp-off-Bus fährt 22 Stationen in und um George Town an. Tickets kann man für 1,2 oder 3 Tage zu Preisen von MYR 19-55 (ca. € 4-11) erwerben.

Somit hat man die Chance für kleines Geld immer wieder dort ein- und auszusteigen wo man noch etwas erkunden will bzw. spätestens dann, wenn die Blasen an den Füßen sagen: es ist genug für heute. Für uns ging es, vorbei an vielen historischen Bauten, buntem Markttreiben am Straßenrand und einem tollen Blick auf einen der weltgrößten buddhistischen Tempel, den Kek Lok Si Tempel, auf direktem Weg zur Railway Station von Penang Hill.

Penang Hill

Penang Hill ist sowohl für Einheimische, als auch für jährlich über 1 Mio. Besucher ein beliebtes Ausflugsziel in Penang. Es umfasst eine bewaldete Landschaft mit mehreren Hügeln, deren höchster Punkt der Western Hill mit 833m bildet. Während der Kolonialzeit waren die Hügel ein Rückzugsort für die Soldaten vor Hitze und Malaria – es wurden viele Bungalows für die Armee und Regierungsdiener gebaut. Reiste man früher zu Fuß, mit dem Pferd oder getragen auf einem dooly (Sänfte) auf den Berg, so erreicht man diesen heute mit einer Standseilbahn, die einzige dieser Art in Malaysia. Am 1. Januar 1924 wurde die Bergbahn offiziell eröffnet. Die Preise für eine Fahrt (hin und zurück) liegen bei ca. MYR 10 für Einheimische und ca. MYR 30 für Touristen. Wer ungeduldig ist, kann sich für den doppelten Preis ein fast lane Ticket holen.

Durch den Bau der Standseilbahn nahm auch die Besiedelung durch Europäer und wohlhabende einheimische Chinesen zu, die sich Ferienvillen und Bungalows in Penang Hill errichteten. Neben der Besiedelung entwickelte sich dank einer umfassenden Neugestaltung mit der Errichtung von Gehwegen, Besuchereinrichtungen und Aussichtsplattformen, sowie mit dem Angebot unterschiedlichster Aktivitäten, ab 2010 auch der Tourismus stark.

Die über eine Länge von 2007 m auf den Flagstaff Hill führende Standseilbahn hat eine nicht unerhebliche Steigung und man sollte beim Zurückschauen schon schwindelfrei sein. Auf dem Berg angekommen erwarten einen zunächst jede Menge Aussichtspunkte mit einem tollen Blick auf üppige Natur und natürlich George Town. Leider war unsere Sicht an diesem Tag doch etwas getrübt, was der Freude über dieses tolle Naturresort aber keinen Abbruch getan hat. Da unser Ausflug auf einen Sonntag fiel, waren auch sehr viele Einheimische unterwegs, die hier offensichtlich den ganzen Tag verbringen und bei jeder Menge Aktivitäten großen Spaß haben.

Als Tierliebhaber habe ich mich riesig über die in Freiheit lebenden Dusky Leaf Monkeys (südlicher Brillenlangur) gefreut, die gemütlich auf einem Baum saßen und genüsslich rote Blüten kauten. Auch ein Neugeborenes war zu sehen, bei welchem das Haarkleid im Gegensatz zu den Eltern noch gelb bis orangefarben, statt schwarz, leuchtete. Was für eine Augenweide! Wie immer bei einem straffen Programm hieß es natürlich schnell: es geht weiter. Und so fuhren wir mit kleinen, elektrisch betriebenen Golfcars ein Stück tiefer hinein in das Naturreservat, der Beginn von The Habitat.

The Habitat steht für einen charakteristischen Lebensraum von Pflanzen und Tieren, hier insbesondere für den typischen Regenwald Malaysias. Durch die Vielzahl der Pflanzen und der damit verbundenen Photosynthese, d.h. der Umwandlung von Kohlensoff in Sauerstoff, ist The Habitat für Penang eine Art Lunge, welche auf ihre Art für gute Luft sorgt.

Begleitet von einem Guide sind wir ca. 1,5 Stunden durch die Natur gestreift und haben dank seiner tollen Erklärungen für die verschiedensten Pflanzen und dank seiner „Adleraugen“ für die Verstecke der Tiere vieles Neue entdecken können. So gibt es zum Beispiel unzählige Blüten von Pflanzen, wie Ylang YIang (Chanel) oder Jasmin, welche als Grundstoffe für die Parfümherstellung genutzt werden, verschiedene Arten von Ginger, Farne zum Schließen von Wunden, wunderschöne Blumen, wie Helikonien, Slipper Orchid, Flamingoblumen, Brownea Grandiceps, oder aber auch Kannenpflanzen, wie den Monkey Cup, welche bei Regen das Wasser sammeln und aus denen sich die Affen dann zum Trinken bedienen.

Darüber hinaus gibt es natürlich auch eine üppige Fauna, welcher wir beim gemütlichen Spaziergang oft erst durch den aufmerksamen Hinweis unseres Guides gewahr geworden sind. Hierzu zählen unter anderem, Dusky Leaf Monkeys, Black Giant Squirrel, Geckos, große Spinnen in Erdhöhlen, oder auch Schlangen, wie die Gift spuckende Green Pit Viper.

Der Regenwald ist wirklich ein echtes Highlight, auch weil man die Natur hier so belassen hat, wie sie ist – unverfälscht und wunderschön. Zwischendurch findet man auch immer wieder ein kleines Plätzchen zum Ausruhen, ob auf einer Schaukel, oder in einer Ruhezone der vielen Themengärten. Einen 360 Grad Ausblick, hoch über den Baumwipfeln, bietet die Aussichtsplattform Curtis Crest, oder auch Tree Top Walk genannt. Mit ca. 820 m Höhe über N.N. ist die nach dem britischen Botaniker Curtis Crest benannte, ovale Aussichtsplattform der höchste Aussichtspunkt Penangs. Von hier kann man bei gutem Wetter nicht nur das Festland oder die Insel Langkawi sehen, sondern auch viele während der Kolonialzeit errichteter Bauwerke erspähen, wie z. Bsp. die ehemalige Residenz des Gouverneurs.

Laut unserem Guide werden in der kommenden Zeit behutsam und unter strenger Rücksichtnahme auf die Natur weitere Attraktionen errichtet. Unter anderem sollen Seile zwischen den Baumwipfeln gespannt werden, so dass man sich dann sprichwörtlich von einem Baum zum Nächsten hangeln kann. Für mich war Penang Hill eines der Big Points auf unserer Reise durch Malaysia und ich werde es sicher nie vergessen. Man kann sich nur wünschen, dass diese Harmony zwischen Mensch und Natur immer so erhalten bleibt – ich bin voller Zuversicht – die Menschen in Malaysia bekommen das hin.

Nach einem erlebnisreichen Vormittag ging es dann wieder mit der Bergbahn zurück ins Tal und von dort mit dem Bus ins Zentrum von George Town.

Wo gibt es was Gutes zu essen?

Chinese Food – Teksen Restaurant

Ich denke, hier in George Town findet man wie überall in Malaysia etwas Leckeres zu essen, sei es an Ständen auf der Straße, in Food- Märkten, im Hotel, oder in einem typischen, kleinen Restaurant. Es stellt sich eigentlich nur die Frage: Was bevorzugt man – malaiische Küche, indische Küche, Baba Nyonya- Küche, ein Mix aus malaiischer und chinesischer Küche, oder chinesische Küche? Wir haben uns an unserem ersten gemeinsamen Mittagessen mit dem Restaurant Teik Sen für letzteres entschieden. Im Gegensatz zu deutschen Restaurants ist es sicher eher spartanisch eingerichtet – Plastik herrscht vor und auch beim Besuch des stillen Örtchens mag manch einer ein wenig die Nase rümpfen. Und dennoch ist es genau dieser Charme, das Offene zur pulsierenden Straße hin, die Herzlichkeit des Personals, die tollen Gerüche aus der Küche und nicht zuletzt die vielen fröhlichen Gäste, die einen in den Bann ziehen. Hier spürt man sie wieder, diese Harmony der verschiedenen Kulturen – alle fröhlich vereint im Gespräch bzw. beim Essen.

Ich vermag nicht mehr die Namen der ganzen Speisen, die in der Mitte auf unserem runden Tisch standen, zu nennen. Ich weiß nur soviel, sowohl der warme Tee, als auch das Hühnchen, der Fisch, die Scampis, der Reis,… – es war alles mit viel Liebe gekocht, hervorragend gewürzt (a little bit spicy) und äußerst schmackhaft. Was will man mehr und das bei einem unschlagbaren Preis von umgerechnet ca. € 8,- / Person? Gut gestärkt ging es nach ca. eineinhalb Stunden auf zu den Sehenswürdigkeiten in der Stadt.

Heritage Walk

Begonnen haben wir unseren Heritage Walk (historischen Rundgang) mit der Besichtigung eines typischen Baba Nyonya Hauses, der Pinang Peranakan Mansion. Viele der nachfolgenden Gebäude gehören bereits seit längerer Zeit zum UNESCO Weltkulturerbe, seit 2008 gehört die gesamte Stadt George Town zum UNESCO Weltkulturerbe.

Pinang Peranakan Mansion

  • Während Baba Nyonya ausschließlich für eine ethnische Verbindung chinesischer Männer mit malaysischen Frauen steht, steht Peranakan übergeordnet als Begriff für Abkömmlinge verschiedener Ethnien
  • Durch die harmonische Verbindung verschiedener Kulturen wurden einzigartige Lebensstile und Bräuche geschaffen, ebenso eine einzigartige Küche und Sprache
  • Pinang Peranakan Mansion verdeutlicht mit den vielen chinesischen Schnitzereien, den englischen Bodenfliesen, sowie den unzähligen antiken Möbeln den opulenten Lebensstil eines reichen Baba

Anschließend ging es auf zur Street of Harmony. Die Straße der Harmonie bezeichnet einen Straßenabschnitt zwischen der St. George`s Church und der Kapitain Keling Mosque in George Town und steht für das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlichster Kulturen, aus China, Indien, Großbritannien und Armenien. Diese verschiedenen Kulturen spiegeln sich auch in den Bauwerken entlang der Street of Harmony wieder. So finden wir hier neben der St. Georg`s Church als anglikanische Kirche, welche evangelische und katholische Glaubenselemente vereinigt, den hinduistischen Tempel Sri Mariamman, die muslimische Kapitain Keling Mosque und den taoistischen Tempel Kong Hock Keong.

St. Georg`s Church

  • Mit Besetzung Penangs durch die Britisch- Ostindien- Company im Jahr 1786 wurde eine Kirche für die Seelsorge der Kolonialisten benötigt
  • Georg`s Church wurde durch indische Sträflinge errichtet und 1818 fertiggestellt
  • Am 11.Mai 1819 wurde die Kirche durch Bischof von Kalkutta geweiht
  • Sie ist die älteste anglikanische Kirche in Südostasien
  • Sie gehört seit 2007 zu den 50 Nationalschätzen Malaysias

High Court Building

  • Heute Sitz des obersten Gerichtes (High Court) von Malaysia
  • Auf dem Gelände des 1809 ursprünglich errichteten Gerichtsgebäudes wurden 1903 die Gebäude des obersten Gerichtshofes (Supreme Court) errichtet
  • Die im Palladian- Stil (klassizistisch) errichteten Gerichtsgebäude gehören seit 2005 zum nationalen Kulturerbe und wurden 2007 um einen dreistöckigen Anbau erweitert

Kong Hock Keong Temple (Goddes of Mercy Temple)

  • Mit der Grundsteinlegung 1728 durch chinesische Kolonialisten und der Fertigstellung 1801, ist er Penang`s ältester taoistischer Tempel
  • Ursprünglich für die Meeresgöttin Mazu errichtet, wurde der Tempel nach heftigen Streitereien zwischen der kantonesischen und hokkischen Gemeinschaft der Göttin der Barmherzigkeit gewidmet, welche von beiden Gemeinschaften verehrt wird
  • Am Eingang des Tempels wird man von mehreren lachenden Buddhas begrüßt

Seri Mahamariamman Temple

  • Der Name des Tempels leitet sich aus „Mari“ für Macht und „amman“ für Mutter ab und bedeutet große, mächtige Mutter
  • Tempel wurde für die Gemeinschaft „Little India“, bestehend aus indischen Kaufleuten und Hafenarbeitern 1833 errichtet
  • Älteste Hindu Tempel in Penang

Masjid Kapitan Kling

  • Im Zentrum des tamilischen, muslimischen Viertels, an der Ecke Buckingham Street / Pitt Street gelegene Moschee
  • Von indisch, muslimischen Händlern, der südindischen Keling Gemeinde, 1818 erbaut
  • Da menschliche und tierische Formen im Islam streng verboten sind, zieren geometrische Muster die äußere Fassade und das Innere der Moschee

Choo Chay Keong (Yap Temple)

  • Clan Tempel des Lum Yeong Tong Yap Kongsi, welcher sich unmittelbar rechts daneben befindet

Clans Kongsi Georgetown (Boutique Residenzen)

  • 1851 im Stil der südchinesischen Eclectic Architektur aus Holz, Lehmziegeln und Kalk errichtete Häuser für Neuankömmlinge (Sinkehs), welche Verwandte der Khoo- Familie waren
  • Bekannt als Sixteen Houses, flankieren die 16 Reihenhäuser den zentralen Durchgang zum Innenhof und Clan Tempel
  • Heute Nutzung von 15 Einheiten mit 43 Gästezimmern als Boutique Residenz
  • Wie viele der Häuser in Penang und Melaka sind sie sehr schmal, dafür aber sehr lang, gehalten
  • Laut unserem Guide war das mit den kleinen Giebeln ein Trick, um zum Ausdruck zu bringen, dass man arm ist und demzufolge auch wenig Steuern zahlen kann

Leong San Tong Khoo Kongsi

  • Am Cannon Square, dem ältesten Teil von George Town, gelegen
  • Neben Cheah, Yeoh, Lim und Tan Kongsi der markenteste chinesische Clan- Verein in Malaysia, mit 650 Jahre zurückreichender Abstammung
  • Vorfahren kamen aus der chinesischen Provinz Hokkien
  • 1835 Bildung des Clans und 1844 Fertigstellung des ersten Clanhouses
  • Clanhouse brannte 1894 ab und wurde 1901 in verkleinerter Form wiedererrichtet
  • Aufwendige Schnitzereien aus Holz an Dächern, Wänden und Säulen spiegeln Kunst und Kultur des alten China und die dominierende Präsenz der Chinesen in Penang wieder
  • Zum Clanhouse gehören Vereinsgebäude, Ruderhäuser und ein traditionelles Theater, in dem noch heute Opern aufgeführt werden

Seh Tek Tong Cheah Kongsi Temple

  • 1810 gegründet, ist Cheah Kongsi ebenso wie Khoo Kongsi eine Clan- Vereinigung, dessen Mitglieder ursprünglich aus der chinesischen Provinz Fujian stammen
  • Der zwischen 1858 und 1873 in electischer Architektur errichtete Tempel beherbergt in der Hauptgebetshalle 3 Altäre, von denen der rechte, Hock Haw Kong, der Schutzgöttin des Clans gewidmet ist

Street Art

  • Mit seinen unzähligen künstlerischen Arbeiten ist George Town mit Sicherheit ein Mekka für die Liebhaber von Street Art in Südostasien. Ich selber habe nie zuvor so viele schöne und farbenfrohe Wandmalereien, aber auch Straßenkunstwerke anderer Art, wie auf meiner jetzigen Reise durch Malaysia gesehen. Es ist auf jeden Fall eine außerordentliche Bereicherung des Stadtbildes und lockt auf seine Art nicht minder viele Touristen an, wie diejenigen die sich den alten Kolonialbauten und der Architektur verschrieben haben. Passt Street Art in dieses UNESCO Weltkulturerbe? Ich finde durchaus, denn gerade die Verbindung des Alten mit der jungen, modernen und sehr realistischen Kunst schafft eine einzigartige Wohlfühl- Atmosphäre und sorgt auf ihre Art für Harmony.

Nach der Besichtigung der verschiedensten Wohnhäuser, Kirchen, Tempel und einer Vielzahl von Street Art ging es hinunter zum Hafen, um die Clan Jetties zu besichtigen. Zuvor gab es, den verlockenden Düften von Essen folgend noch einen kleinen Abstecher über einen der vielen typischen Märkte in Penang.

Market Kedai Makanan

  • Food Court mit vielen thailändischen Gerichten, in unmittelbarer Nähe zu den Clan Jetties

Chew Jetty

  • Clan Jetties sind über ein Jahrhundert alte chinesische Siedlungen mit Häusern auf Stelzen und befinden sich in der Nähe des Fährhafens von Penang
  • Ursprung der Clan Jetties war im Zuge der Errichtung eines Kais im Jahr 1882 der Ausbau der Uferpromenade mit kleinen Anlegestegen zum Anlegen von Sampans (Booten) und zum Be- und Entladen von Waren
  • Anlegestege wurden von verschiedenen Clans in Besitz genommen und die Siedlungen mit weiteren Pfahlbauten erweitert
  • Clans führten erbitterte Kämpfe um die Vorherrschaft bei der Be- und Entladung der Waren
  • Siedlungen bestehen heute aus 6 Anlegestegen (früher 7), welche jeweils nach einem chinesischen Clan benannt sind, der Chew Jetty ist der touristenfreundlichste mit den meisten Pfahlbauten, dem längsten Gang und einem sehenswerten Tempel
  • Da Familien mehr oder minder im Wasser und nicht an Land leben, werden bis heute keine Steuern gezahlt

Wenn man auf den Stegen entlang spaziert und sich bei Ebbe die Stelzen anschaut, so mag man sich als Bauingenieur ein kleines Lächeln nicht verkneifen. Schrauben wir in Deutschland und Europa auf der Suche nach Vollkommenheit die Normen und Anforderungen immer höher, so bestehen hier die Stelzen der Häuser teilweise aus übereinander gestapelten Kunststoffeimern, welche höchstwahrscheinlich nacheinander mit Beton gefüllt worden sind – ob diese wohl auch noch mit Stahl bewehrt sind? Bar jeder deutschen Ingenieurlogik machen die Stege aber einen soliden Eindruck und die lange Standzeit spricht nicht gerade gegen die Konstruktion.

Auf den Stegen findet man neben Wohneinheiten diverse Stände mit Kleidung, Souvenirs und Essen. Am Ende des Steges hat man einen wunderschönen Ausblick auf das Meer und viele Einheimische genossen wie wir die Abendstimmung mit untergehender Sonne.

Ein erlebnisreicher Tag ging zu Ende und ein Blick auf die Uhr verriet uns, dass es Zeit war für das Abendessen. Dieses sollten wir im Kota Dine & Coffee, einem kleinen Restaurant im Fort Cornwallis einnehmen.

Fort Cornwallis

Die nach dem Generalgouverneur von Bengalen, Charles Cornwallis, benannte Festung liegt in einem der ältesten Teile von George Town, an der Esplanade und in unmittelbarer Nähe zum 18 m hohen Victoria Memorial Clock Tower, welcher 1897 zum 60. Thronjubiläum von Königin Victoria erbaut wurde. Hier auf dem Gelände von Fort Cornwallis landete 1786 der Gründer von George Town, Kapitän Sir Francis Light, auf dem Seeweg nach China und vereinnahmte das Gebiet für das britische Empire. Die Festung Cornwallis wurde als Verteidigungsanlage gegen Piraten, Kedah- Truppen (Kehda – Sultanat und Bundesstaat im Nordwesten von Malaysia) und napoleonische Kriege errichtet, diente aber am Ende mehr administrativen denn militärischen Zwecken. Die ursprüngliche Einfriedung mit Palisaden aus Palmen wurde im Laufe der Zeit durch Steinmauern ersetzt. Auf dem Gelände der Festung findet man heute noch die Kapelle, die Gefängniszellen, das Munitionslager, einen 21 m hohen Leuchtturm aus Stahl, der zweitälteste Malaysias, den bis heute erhaltenen Fahnenmast, sowie einige Bronzekanonen. Warum eine dieser Kanonen,eine holländische Seri Rambai aus dem Jahr 1603, einen positiven Einfluss auf die Fruchtbarkeit der Frauen haben soll, erschließt sich mir nicht, aber wenn es hilft warum nicht? Von der Festung hat man einen schönen Ausblick über die Strandpromenade.

Unmittelbar neben der Festung befindet sich der ehemalige Exerzierplatz, welcher seit Mitte des 19. Jahrhunderts als Spielfeld für Sport und Freizeit genutzt wird und heute beliebter Treffpunkt der Einheimischen und wichtiger Ort für kulturelle Veranstaltungen ist.

Restaurant Kota Dine & Coffee

Unser Restaurant für das Abendessen, das Kota Dine & Coffee, liegt in einer Ecke der Festung und macht beim ersten Betrachten sowohl von außen, als auch von innen einen sehr gepflegten Eindruck. Gleiches gilt für die sanitären Einrichtungen. Die Speisekarte verspricht Gerichte aus der asiatischen und malaysischen Küche. In gemütlicher Runde sitzend und über das Erlebte plaudernd, genossen wir die Baba Nyonya Küche mit Vorspeise, Hauptgang und Dessert. Alles schmeckte, wenn auch etwas anders wie am Mittag, hervorragend. Besonders das Dessert, eine Mischung aus Süßem, Gurke (Grüne auf der Oberseite) und fischartiger Beilage ist in dieser Zusammensetzung etwas Neues für meinen Gaumen, aber durchaus sehr interessant und lecker.

Mit vielen neuen Eindrücken und dem sehnlichen Wunsch nach einer erfrischenden Dusche ging es dann nach dem Abendessen zurück ins Hotel. Endlich raus aus den Klamotten und rein in die Dusche – was für ein tolles Gefühl. So frisch – da geht noch was. Also neue Sachen an, ein kurzer Blick in die an das Hotel angrenzenden Malls und dann auf einen Absacker an die Bar. Waren wir anfangs hier nur zu zweit, sollten sich die Frauen nach einer Fußmassage bald dazu gesellen. Irgendwann war dann aber nach dem langen Fußmarsch über Tag doch die Luft raus und ein wenig Schlaf vor dem nächsten Tag, mit abermals vollem Programm, würde uns sicher guttun.

Bye, Bye Penang, Bye, Bye George Town

Nach einem reichhaltigen Frühstück und dem Check out hieß es Abschied nehmen von George Town und Penang. Es sollte 400 km südwärts in Richtung Kuala Lumpur gehen, mit einem Zwischenstopp in Ipoh. Schnell das Gepäck im Bus verstaut und noch ein letztes Foto, dann ging es auch schon los. Nach der kurzen Nacht und dem guten Frühstück hätte man auch noch gut ein kurzes Nickerchen machen können, aber auch aus dem Bus gab es genug zu sehen und unser neue Guide lief mit Informationen zum Tagesprogramm und anderen interessanten Themen auch schon wieder zur Hochform auf. Da hieß es wach bleiben, zumal wir auch vor dem Überqueren der Brücke zum Festland bald einen ersten Stopp zum Fotografieren einlegen sollten. Leider war uns das Wetter zum Fotografieren nicht so gut gesonnen, was unserer Euphorie aber keinen Abbruch getan hat.

Penang Bridge

Die 6-spurige Penang Brücke überspannt auf einer Gesamtlänge von ca. 13,5 km die Straße von Selatan und verbindet so Gelugor auf der Insel Penang mit Seberang Prai auf dem Festland. Nach 5-jähriger Bauzeit wurde die Brücke im September 1985 für den öffentlichen Verkehr freigegeben. Sie ist in Richtung Penang mautpflichtig. Weiter südlich gibt es seit 2014 eine zweite Penang Brücke, welche 24 km in der Länge misst. Vor dem Bau der Brücken war das Festland bzw. Penang ausschließlich über Fähren erreichbar, welche auch heute noch zwischen George Town auf Penang und Butterworth auf dem Festland verkehren. Viele Einheimische ziehen wegen der Kosten auch heute die Fähre der mautpflichtigen Straße vor und pendeln so täglich nach zwischen Penang und Butterworth, dem „Birmingham von Penang“, um hier in einer der vielen Fabriken ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Nachdem alle Fotos im Kasten waren, ging es mit einer kurzen Pause an der Schnellstraße weiter in Richtung Ipoh. Auch wenn ich nicht das stille Örtchen aufsuchen musste, so machen doch die bis dato angefahrenen Rastplätze einen sehr sauberen Eindruck. Ebenso wie in Deutschland findet man hier neben sanitären Einrichtungen und Tankmöglichkeiten, kleine Geschäfte und Restaurants, wie auch eine Bank zum Entspannen und picknicken. Entlang der Straße nach Ipoh und auch von dort weiter in Richtung Kuala Lumpur sind aus dem Bus unzählige Plantagen mit Palmen zu sehen.

Ipoh

In der ca. 750 Tsd. Einwohner zählenden Hauptstadt des Bundesstaates Perak lebte man einst hauptsächlich von den reichen Zinnvorkommen. Nach dem Verfall der Zinnpreise in der Mitte des 20. Jahrhunderts sind viele Menschen aus Ipoh in Richtung Kuala Lumpur oder Singapur weggezogen bzw. gehen einer Arbeit in anderen großen Städten Malaysias nach. Fast 70 % der Bevölkerung von Ipoh machen chinesische Einwanderer aus. Unser erster Stopp in Ipoh sollte die Railway Station sein.

Eigentlich reißen einen ja Bahnhöfe nicht unbedingt vom Hocker, aber hat da nicht irgend jemand vom „Taj Mahal von Ipoh“ gesprochen? Wer will schon das Taj Mahal verpassen? Da der Bus unmittelbar vor dem Bahnhof hielt, konnte man die Ausmaße des Bahnhofes nur erahnen, aber nach Queren des wunderschön als Garten angelegten Bahnhofsvorplatzes bot sich dann ein prachtvoller Blick auf das zweistöckige Gebäude. Der vom britischen Architekten Arthur Bension Hubback im britisch- indischen Kolonialstil entworfene Bahnhof ist wirklich ein Meisterwerk der Architektur und mit seinen maurischen Kuppeln und Türmchen mehr als sehenswert. Der Architekt arbeitete von 1895 – 1914 unter anderem am Sultan Abdul Samad Building mit und zeichnete neben dem Bahnhof von Ipoh verantwortlich für den Bau der Jamek Moschee, den Bahnhof Kowloon und den Bahnhof in Kuala Lumpur.

Das Bahnhofsgebäude beherbergt neben einer riesigen Loggia im Erdgeschoss und den sonst üblichen Einrichtungen, auch ein Hotel mit Bar und Restaurant. Der Bahnhof selbst umfasst 9 Gleise, welche von einer Stahlkonstruktion überdacht werden. Durch die Gleise hinweg blickt man auf den Hindutempel Sri Vinayagar, einen der unzähligen Tempel in Ipoh. Laut unserem Guide ist Zugfahren sehr beliebt in Malaysia und deshalb die Tickets heißbegehrt. An einer der Tafeln war zu lesen, dass die Züge teilweise 14 Tage im Voraus ausgebucht sind und man eben nicht wie in Deutschland schnell mal ein Ticket kaufen kann.

Ebenso wie der Bahnhof, sind auch die gegenüberliegenden Gebäude, die Town Hall und der High Court ein Werk des britischen Architekten Arthur Bension Hubback und Teil des Heritage Trail (Kulturerbe). Ursprünglich als Post- und Telegrafen- Station genutzt, fungiert die Town Hall heute teilweise als Rathaus und steht für Konzerte, Hochzeitbanketts und offiziellen Veranstaltungen zur Verfügung. Der Ipoh High Court ist das dritte Gerichtsgebäude in Ipoh und ersetzt zwei alte Gerichtsgebäude.

Rechterhand der Town Hall finden wir mit der 1978 eröffneten Sultan Idris Shah II Moschee die Staatsmoschee des Bundesstaates Perak. Leider können wir nur von weitem einen Blick auf die Moschee und den zu Ehren des ersten britischen Bürgers Ipoh 1909 erbauten Birch Memorial Clock Tower werfen. Die Zeit drängte und es ging mit dem Bus weiter in Richtung Zentrum.

Die Fahrt sollte nicht lange dauern und nach Überquerung des Flusses Kinta, der mitten durch Ipoh fließt und die Grenze zwischen Alt- und Neustadt markiert, waren wir auch schon mitten drin in der pulsierenden Altstadt. Ebenso wie in Penang findet man in Ipoh inmitten enger Gassen jede Menge farbenfroher Gebäude aus der Kolonialzeit und tolle Street Art. Wir alle waren ganz heiß auf die hängenden Schirme in der Market Lane. So ging es denn auch vom Parkplatz, vorbei an vielen kleinen Kaffees, Bars und Geschäften, direkt dorthin. Wow, was für ein tolles Kunstwerk – wer kommt auf solch kreativen Ideen? Unterhalb der Schirme dann gleich ein weiteres Motiv mit einer kleinen Bar. Unser ständiger Begleiter auf unserer Reise durch Malaysia Azrul Syafiq Zulkifli hat das Motiv hervorragend vervollständigt. TourismMalaysia und ihm an dieser Stelle herzlichen Dank für die tolle Organisation und Unterstützung – Malaysia ist und bleibt ein unvergessliches Erlebnis.

The Haven Resort Hotel, Ipoh

Nach den vielen tollen Eindrücken ging es weiter zum Mittagessen in das Hotel The Haven, wo wir bereits herzlich erwartet wurden. The Haven ist ein Resort inmitten wunderschöner, scheinbar unberührter Natur, ca. 15 Minuten Fahrzeit vom Zentrum Ipohs entfernt. Durch TripAdvisor ist das 5-Sterne-Resort mit der Note 4,5 bewertet.

Mittelpunkt der Anlage ist ein großer See. Einer der Swimmingpools ist so gebaut, dass er in den See hineinreicht und durch Klarsichtscheiben an den Enden den Eindruck erweckt man schwimmt in den See hinein. Gegenüberliegend, auf der anderen Seite des Sees, markiert ein großer Felsbrocken mit einem Saurier das Ende. Um den See herum ist ein wunderschöner Wanderpfad angelegt, wo man die Stille der Natur, wunderschöne Pflanzen und Blumen, oder möglicherweise auch den Anblick von Affen (Schilder deuten jedenfalls darauf hin) genießen kann. Der Blick aus dem Swimmingpool bzw. auch den 3 Hoteleinheiten auf die in einiger Entfernung liegenden, schroffen Felswände aus Kalkstein ist gigantisch.

Persönlich hätte ich mir aber gewünscht, dass die Hoteleinheiten kleiner gewählt und in einiger Entfernung um den See, versteckt unter Bäumen, platziert worden wären, analog dem Haus wo Fitnesscenter, Spa und Restaurant untergebracht sind. Das hätte der Anlage sicherlich noch mehr Charme verliehen, als die 3 mehrstöckigen Hotelgebäude. Die Hotelgebäude verfügen über 365 Suiten, welche im Eigentum als Zweitwohnsitz genutzt werden. Die Eigentümer kommen unter anderem aus Malaysia, Singapur, Hongkong und Japan. Darüber hinaus stehen weitere 150 Suiten zur Vermietung, die Gäste kommen hier unter anderem auch aus dem gesamten europäischen Raum. Wir hatten die Möglichkeit einige der Suiten zu sehen, die allesamt sehr großzügig und komfortabel gestaltet sind.

Die zum Mittagessen gereichten Speisen, ob nun Reis, Laksa, Bambussprossen oder Hühnchen ließen ebenso wie der zum Mittag bzw. bereits bei der Ankunft gereichte Natur- Drink aus Lemongras, Ginger, Cinnamom, Limette und Kamillenblüten keine Wünsche übrig. Hervorzuheben ist auch der hervorragend eingedeckte Tisch.

So ein Mittagsschläfchen am Pool oder auch der Sprung ins kühle Nass zur Erfrischung hätten uns sicherlich gutgetan, aber bis nach Kuala Lumpur waren noch einige Kilometer zurückzulegen und wir wollten auch noch in den Tempel Batu Caves einkehren.

Auf den Rundgang durch diese beeindruckende Felsenhöhle, sowie unseren Eindrücken von Kuala Lumpur und Melaka wollen wir Euch im zweiten Teil unseres Reiseberichtes mitnehmen. Bleibt also dran und neugierig – bis bald.

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