Ein „Quickie“ in Istanbul – Istanbul im Schnelldurchlauf

Und wieder einmal auf einem Termin in einer weit entfernten, aber zugleich sehr interessanten und wunderhübschen Stadt. So erging es uns dieses Mal in Istanbul, wo wir den Oculus-Rift-Dreh in der Turkish Airlines Istanbul-Lounge am Flughafen Istanbul Atatürk begleiteten.

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Netto blieb uns lediglich ein Tag, um die einzigartige Stadt am Bosporus ein wenig zu erkunden. Aber wir haben glaube ich das Beste daraus gemacht und zeigen euch nun ein paar Highlights, die ihr unserer Meinung nach nicht verpassen dürft.

Istanbul ist mit gut 14,5 Millionen (offiziellen) Einwohnern neben Shanghai, Mexico-City etc. eine der bevölkerungsreichsten Städte der Welt. Und als einzige Stadt der Welt liegt Istanbul gleichzeitig auf zwei Kontinentalplatten. Lediglich durch die Meerenge, den Bosporus getrennt sind hier die arabische Platte und die europäische Platte, weshalb es auch mal zu einem Erdbeben kommen kann.

Aber das soll nun nicht unser Thema sein… keine Angst.

Da unser Hotel, dass Radisson Blu direkt am Flughafen, und somit recht außerhalb gelegen war, hatte man uns einen Fahrer mitsamt Guide organisiert. Wenn auch gleich wir vorab sagen möchten, dass man die Stadt bzw. die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auch gut auf eigene Faust erkunden kann.

Viele Sehenswürdigkeiten liegen distanzmässig nah beieinander, wie die Hagia Sophia, die Blaue Moschee und der Topkapi-Palast (Museum). Auch der Galata Turm und „Große Basar“ sind quasi fußläufig gut bzw. sogar besser erreichbar. Gutes Wetter und etwas Orientierungssinn vorausgesetzt, steht eurem Kurz-/Wochenend-Trip nach Istanbul also nichts entgegen.

Um 09:30 wurden wir am Hotel abgeholt und nach gut 40 Minuten Fahrtzeit kamen wir auch schon direkt vor ersten Sehenswürdigkeit, die Sultanahmet – Camii (wir kennen das Gebäude als „Blaue Moschee“) an. Bereits geschichtsträchtig fing es auf dem Platz hinter der Moschee mit seinem Römisch-Imperialen geschichtlichen Hintergrund an. Dieser wurde vom Römischen Reich als Wettkampfareal für Wagenrennen genutzt. Hier sind zwei monumentale Obelisken vorzufinden und auch die als oval angelegte Rennstrecke ist noch gut erkennbar.

Die Blaue Moschee selbst ist eine der wohl schönsten und berühmtesten Moscheen weltweit und fasziniert den Besucher von außen wie auch von innen. Warum die Sultan-Ahmed-Moschee auch Blaue Moschee genannt wird, merkt man recht schnell, wenn man im Inneren angekommen ist. Die Wände sind mit blau-grünen Kacheln verziert, welche für das Auge so dominant wirken, dass auch alles andere in der Farbe zu strahlen scheint. Generell ist das ganze Gebäude ein absolutes Gesamtkunstwerk. Wie man in der Lage war im 16. Jahrhundert eine freitragende Kuppel mit ~23m Durchmesser zu bauen, ist uns persönlich ein Rätsel. 23m klingen vielleicht nicht nach sonderlich viel, aber bei einer Gesamtkapazität von gut 10.000 Menschen wird dann doch schnell deutlich, welche immensen Ausmaße das Gebäude besitzt. Nachdem wir alles ohne Schuhe auf uns wirken lassen hatten und der Guide uns alles Wissenswerte erzählt hatte ging es für uns weiter zum nächsten Highlight.

Die Hagia Sophia, eine ursprünglich Byzantinische Kirche, welche im Jahre 532 erbaut wurde und später zu einer Moschee umfunktioniert wurde, ist ein wahrhaft architektonisches Meisterwerk. Heute ist die Hagia Sophia ein wunderschönes Museum und belegt eindrucksvoll den beispiellosen friedliebenden Kulturmix Istanbuls. Im Inneren, alsbald man den Hauptraum betritt, wird man auch hier von der schieren Größe (ca. ein Fußballfeld) und dem absoluten Kulturen- und Religions-Mix beeindruckt zum Schweigen gebracht.

Leider wird derzeit ein größerer Teil im Gebäude von einem Baugerüst verdeckt und nicht alle Bereiche sind derzeit zugänglich. Aber das was wir sehen konnten ist einfach nur faszinierend und gerade der Mix aus Kulturdarbietungen Christlicher und Islamischer Herkunft vereint in einem Gebäude ist etwas ganz besonderes.

Wirklich schön ist auch die zweite Ebene, von der aus man nochmal einen Blick von Oben in den riesigen Hauptraum erhaschen kann. Zudem finden sich hier ein paar wirklich sehenswerte Mosaike.

Eigentlich könnte man sich an der Blauen Moschee und der Hagia Sophia alleine schon für einen Tag „satt sehen“ und was den kulturell-geschichtlichen Hintergrund angeht, bekommt man hier auch so viele Informationen, so dass es für normal sterbliche irgendwann schwer wird den Fremdenführern/Guides zu folgen.

Aber nun denn, wir haben nur diesen einen Tag. Also auf, auf zum nächsten „Must-See“ von Istanbul, dem Topkapı-Palast. Als jahrhundertelanger Wohn- und Regierungssitz der Sultane und somit des osmanischen Reiches, kann man hier nur Imposantes erwarten. Und wir wurden absolut nicht enttäuscht. Quasi ein Traum aus 1001-Nacht. So imposant und famos man sich das Leben von einem Sultan vorstellt, so war es wohl auch. Das macht der Topkapı-Palast deutlich. Und da es heute als Museum genutzt wird, sind fast alle Bereiche inkl. Schatz- und Waffenkammern mit diversen Exponenaten frei zugänglich. Also wer immer schon einmal kiloschwere Rubine und goldenen Schmuck ohne Ende sehen wollte, der ist hier „goldrichtig“. Besonders schön ist die Lage direkt am Marmameer und vom Palastgelände selbst habt ihr eine Wunderschöne Aussicht auf die Meerenge bzw. das „Goldene Horn“ von Istanbul. Hier haben wir natürlich auch ein paar Fotos gemacht um euch unseren Aufenthalt etwas erlebbarer zu gestalten.

Schon leicht erschöpft wollten wir uns nun noch den berühmten und riesigen „Großen Basar“ von Istanbul anschauen. Nur hatte dieser leider am Sonntag geschlossen. Unser Guide fuhr uns daraufhin zum so genannten „Gewürz-Basar“, welcher nicht nur x mal kleiner ausfällt, sondern sich schnell als „Touri-Falle“ entpuppte. Überteuerte Preise für Tees, Gewürze, Türkischen Honig und was man sonst so üblicherweise als „Mitbringsel“ gerne mit nach Hause nimmt oder verschenkt. Ein einfach absolutes Gedrängel in engen Gassen. Nach gut 15-20 Minuten flüchteten wir wortwörtlich und gingen zum nahe gelegenen Fischmarkt am Wasser.

Um den teils hektischen, kraftraubenden und lehrreichen Tag voller überwältigender Eindrücke gebührend und entspannend ausklingen zu lassen, gingen wir gemeinsam mit den Kollegen von Turkish Airlines etwas Essen. Im wundervollen und grandios leckeren Hamdi Restaurant erwartete uns viel türkische Gastfreundschaft, gute heimische Küche und der eine oder andere Raki. Ein wirklich empfehlenswertes Restaurant mit einem einmaligen Ausblick auf den Bosporus und die am Abend imposant beleuchtete „Neue Moschee“ – Yeni Cami.

Fazit:
Abgesehen vielleicht vom Gewürz-Basar als „Notlösung“ war der Tag wunderschön. Wir haben viel erlebt und sind um einen „Haufen“ grandioser geschichtlicher Fakten und schöner Bilder in unseren Köpfen mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck schlafen gegangen. Istanbul ist eine weltoffene und freundliche Stadt, zwar gab es hier und da ein paar Verständigungsprobleme, aber es ist ja auch nicht zu erwarten, dass man überall auf der Welt auf perfektes Englisch, Spanisch oder Deutsch trifft.

Gerne hätten wir etwas mehr Zeit für Istanbul gehabt, denn die Stadt ist einfach gigantisch groß und reich an vielen kleinen interessanten, geschichtlichen Fakten und Überbleibseln. Vieles ist versteckt und nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich.

Aber wenn ihr, wie wir nur einen Tag habt und noch nie dort wart gehören die von uns besuchten Sehenswürdigkeiten auf jeden Fall zum Pflichtprogramm.

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Für uns war es ein wahrhaft spannender, erlebnisreicher Tag und wir bedanken uns nochmals recht herzlich bei Turkish Airlines für die Einladung.

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1 Comment

  • Hallo Timo, vielen Dank für diesen schönen Bericht! Ich war letztes Jahr ein paar Wochen in Istanbul und habe so ziemlich alles gesehen, nur nicht den Topkapı-Palast, warum ich ihn ausgelassen habe, weiß ich bis heute nicht. Vielleicht ein guter Grund, noch einmal hinzureisen. An Restaurants kann ich die vielen Skybars wie das Sunset und das edle Vogue Restaurant, beide mit unvergesslichem Ausblick auf den Bosporus, empfehlen! Lieben Gruß. Katrin.

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