Wandern auf Fuerteventura – Von Morro Jable auf den Berg Pico de la Zarza

Der Pico de la Zarza, auch Pico de Jandia genannt, ist mit 807 Metern der höchste Berg der kanarischen Insel Fuerteventura. Der offizielle Wanderweg PR FV 54 (Link) führt von Morro Jable über Schotterwege des Jandia-Massivs bis zum Gipfel, von dem aus man aufgrund der steil abfallenden Klippe einen spektakulären Ausblick auf Cofete hat.

Bei dem sichelförmigen Jandia-Massiv (Form besonders gut in der Sattelitenansicht erkennbar) handelt es sich übrigens um eine Kraterwand eines urzeitlichen Schichtvulkans. Dies führt dazu, dass der Wanderweg am Gipfel endet und für den Rückweg die gleiche Strecke wie auf dem Hinweg einzulegen ist.

Wanderung von Morro Jable auf den Berg Pico de la Zarza und zurück

Länge: 12,71 km (Hin- und Rückweg)
Höhenprofil: 114 m bis 801 m (Höhendifferenz 687 m)
Dauer: Wir haben knapp fünf Stunden gebraucht; lt. GPS-Gerät haben wir davon jedoch 1:25 Stunden im Stand (hauptsächlich für Fotografierpausen) verbracht.
Wegbeschaffenheit: Offizieller Wanderweg PR FV 54 (Link). Kieselige, sandige Wege. Teilweise geröllig und dadurch gerade auf den letzten Metern, die es steil bergauf geht, auch rutschig.

Ausgangspunkt der offiziellen Wanderung (Link) ist die Strandpromenade des Playa de Jandia auf Höhe eines Kreisels (Link). Von hier läuft man über die drei Straßen „Calle el Quijote“, „Calle Sancho Panza“ und „Lugar Vinamar“ bis zu einem Schotterparkplatz (Link).
Da das Parken direkt am Kreisel jedoch nicht möglich ist und der erste offizielle Kilometer ohnehin nur über geteerte Straßen entlang zweier Hotels verläuft, haben wir den kostenlosen Schotterparkplatz zum Startpunkt unserer Wanderung gemacht. Von diesem zweigt dann auch der offizielle Wanderweg PR FV 54 ab.

Wanderung Fuerteventura - Von Morro Jable auf den Pico de la Zarza - Faro de Morro Jable am Playa de Jandia
Links im Bild der Ausgangspunkt der Wanderung, der Schotterparkplatz

Vom Parkplatz aus geht es rechts an einem weißen Gebäude vorbei auf einen Berg zu, auf dem der Wanderweg in Z-Form verläuft. Der Blick zurück lohnt bereits am Anfang der Wanderung, da man auch auf Höhe des Parkplatzes schon eine schöne Aussicht auf den Strand Playa de Jandia sowie den markanten Leuchtturm Faro de Morro Jable hat.

Den ersten halben Kilometer geht es sodann, teilweise recht steil, den Zickzackweg hinauf. Nach Umrundung der Kuppe dieses Berges wird der Blick, sofern Wolken die Weitsicht nicht behindern, auf die nächsten Kilometer des Wanderweges freigegeben.

Fast zum Greifen nah erscheint hier der Gipfel des Pico de la Zarza. Doch der Eindruck täuscht! Es geht zunächst über vier Kilometer fast schnurstracks geradeaus durch Fuerteventuras typische Landschaft aus Braun- und Orangetönen. Den Wegesrand säumen Sträucher in ausgeblichenem Grünton.

Nachdem die vorherigen Kilometer doch stellenweise etwas eintönig waren, erreicht man bei Kilometer 4,5 die Vinamar-Ebene („Tablada de Vinamar“), die von leuchtend grünen Sträuchern und Pflanzen überzogen ist. Ein Traum!

Am Ende der Vinamar-Ebene, ca. bei Kilometer 5, endet der bisher breite Weg an einem Schotterplatz. Von hier führt ein schmaler kurvenreicher Weg etwa einen Kilometer bis zur Einzäunung des Gipfelareals. Die Wegbeschaffenheit ist ab hier nicht mehr so gut – größere Steine und Geröll liegen mitten auf dem Weg und sorgen bei starker Steigung teilweise für Rutschpartien.

Nach einiger Zeit, insbesondere ab der Einzäunung bei Kilometer 6, wandelt sich der Untergrund jedoch von rutschigem Untergrund hin zu steinernen Stufen. Die letzten Meter geht es weiterhin steil bergauf und dann hat man es geschafft, der 807 m hohe Gipfel des Pico de la Zarza und damit der höchste Berg Fuerteventuras ist erklommen!

Den höchsten Punkt des Gipfels markiert hier übrigens kein Gipfelkreuz, sondern eine Betonsäule. Direkt hinter der Betonsäule beginnt dann auch schon die Steilklippe, die an dieser Stelle für einen grandiosen Ausblick auf Cofete sorgt! Schwindelfrei und ohne Höhenangst sollte man an dieser Stelle vermutlich sein, um den Blick die Klippe hinunter auch genießen zu können.

Wir hatten bei unserer Wanderung Glück mit dem Wetter – strahlender Sonnenschein und nur vereinzelt ein paar Wolken am Himmel – sodass ein weitreichender Ausblick in alle Himmelsrichtungen möglich war. Trotz guten Wetters war der Wind hier oben recht kühl – eine dünne winddichte Jacke im Rucksack ist daher durchaus empfehlenswert! Nachdem wir die Aussicht ausgiebig genossen und in Fotos festgehalten hatten, machten wir uns auf den Rückweg.

Bergab geht es über die gleiche Strecke wie bergauf. Grund hierfür ist die sicherförmige Anordnung des Jandia-Massivs. Also zunächst mit erhöhter Aufmerksamkeit über Steinstufen und kieseligen Untergrund, dann durch die farbenfrohe Vinamar-Ebene, ehe es anschließend knapp fünf Kilometer über eine langsam abfallende Strecke geht. Zum Schluss steht noch ein kurzer Anstieg an, bevor es dann über die Zickzackstrecke wieder zum Schotterparkplatz, dem Start- und Zielpunkt dieser Wanderung geht.

Fazit

Wer auf Fuerteventura wandern möchte, sollte die Wanderung auf den höchsten Berg der Insel auf jeden Fall mit einplanen! Die Strecke auf den Pico de la Zarza ist zwar teilweise etwas eintönig, belohnt aber mit einem grandiosen Ausblick vom Gipfel in alle Himmelsrichtungen sowie auf Cofete.

Falls ihr die Strecke nachwandern möchtet, könnt ihr unseren aufgezeichneten Track hier z.B. als GPX-Track herunterladen. Für die Wanderung empfehlen wir euch festes Schuhwerk, einen ausreichenden Wasservorrat (es gibt keine Möglichkeit unterwegs Verpflegung zu erwerben), Sonnenschutz sowie ggf. eine winddichte Jacke für den Gipfelaufenthalt.

„Werbehinweis“:
Die Berichterstattung zu dieser Wanderung ist unbezahlt und unbeauftragt.
Die Wanderung wurde aus rein persönlichem Antrieb unternommen, alle anfallenden Kosten wurden selbst getragen. Sämtliche Ausrüstungsgegenstände (z.B. Wanderausrüstung, Klamotten, Kamera, etc.) wurden selbst gekauft, für erkennbare Marken und/oder Produkte in diesem Artikel bekommen wir keine Vergütung.
Sollte es sich bei einem Artikel um bezahlte Werbung handeln, kennzeichnen wir dieses deutlich am Anfang des Textes, sodass ihr auf den ersten Blick erkennt, ob es sich um beeinflusste/vorgegebene Inhalte (Advertorials) handelt oder nicht.

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