Im Wandel | Sheikh Zayed Moschee in Abu Dhabi

Fakten
Die Sheikh Zayed Mosque in Abu Dhabi gehört zu den größten Moscheen weltweit (Nr. 3 hinter der Al-Haram-Moschee in Mekka und der Hassan-II.-Moschee in Casablanca) und ist ein architektonisches Kunstwerk. Mit über 80 Kuppeln, knapp 1.000 Säulen und einer Innenfläche von über 5000 Quadratmetern bietet sie Platz für rund 40.000 Gläubige. Dies zeigt sich auch von Außen, denn der Parkplatz gleicht dem eines großen Stadions.

Auch wenn die Moschee nicht die größte der Welt geworden ist, so beherbergt sie doch einige Superlative. Das Innere der Moschee ist mit einem 5627 Quadratmeter großem Teppich ausgelegt, der im Iran von Hand geknüpft wurde, 47 Tonnen wiegt und damit der größte seiner Art ist.

Auch die installierten Kronleuchter, übrigens aus Deutschland importiert und mit Swarovski Kristallen besetzt, sind umwerfend. Der Kronleuchter in der Mitte der Hauptgebetshalle misst 10 Meter im Durchmesser und 15 Meter in der Höhe und wiegt über 9 Tonnen. Auch hiermit gehört er zum größten seiner Art.

Weitere Akzente setzt die Moschee durch ihre zahlreichen floralen Verzierungen, mit Blattgold verzierte Turmspitzen und Säulen sowie 15 verschiedenen Sorten Marmor.

Perönliche Eindrücke 2011
Noch vor rund einem Jahr war ich mit meinen Eltern selbst vor Ort und habe mir dieses imposante Bauwerk angeschaut. Es ist einfach gigantisch davor zu stehen und das Bauwerk zu erkunden.

Wie in der arabischen Welt üblich, muss man allerdings auch eine Kleiderordnung einhalten. So sollten Männer mit langer Hose und einem Ellenbogen langen Shirt oder Hemd bekleidet sein. Frauen bekommen am Eingang eine traditionelle schwarze Abaya. Auf Zärtlichkeiten sowie Rauchen oder Essen in der Moschee sollte man ebenfalls verzichten.

Veränderungen in 2012
In diesem Jahr waren nur meine Eltern wieder in Abu Dhabi und seit dieser Zeit hat sich einiges zum negativen verändert. Noch vor einem Jahr konnte man sich frei in der Moschee bewegen und durch den „Innenhof“ laufen oder im Hauptgebetsraum über den gesamten Teppich laufen. Nun ist für Touristen allerdings ein Weg abgesteckt. So ist ein großer Teil des „Innenhofes“ gesperrt und auch der Teppich ist nur noch in der Mitte begehbar sowie eine äußere Runde. Ebenso bleibt einem jetzt der Zugang zum Gebetsraum der Frauen versperrt. Auch durch den Haupteingang kommt man nicht mehr hinein. Eine Verbesserung hingegen ist sicherlich die Schuhablage (man läuft in der Moschee Barfuß), wobei die chaotische Schuhablage letztes Jahr auch ohne Probleme geklappt hat.

Als Schlusswort bleibt mir nur noch zu sagen, fahrt nach Abu Dhabi, solange dieses architektonische Kunstwerk noch für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Wer weiß, wie es in ein paar Jahren aussieht?

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