Von Brighton nach Paris mit dem Chevrolet Camaro

Brighton – Paris. Rund 500km, die an diesem kühlen Morgen vor uns lagen. Groß Britannien hatte uns mit typischem nasskalten Wetter empfangen. Und doch war der heutige Tag ein Tag voller Sonnerschein.

Zunächst hieß es allerdings erst einmal die Müdigkeit zu überwinden, denn die Nacht war kurz. Nicht, weil zu heftig auf dem belebten Brighton Pier und in den umliegenden Clubs gefeiert wurde, sondern weil die Klimaanlage des Hotels im Chor mit den Tauben lautstark ein Nerv tötendes Lied von sich gegeben hatte. Für den Wachekick sorgte dann zunächst ein starker Kaffee in Kombination mit einem frisch gepressten Orangensaft. Dazu gab es ein typisch britisches Porridge, garniert mit ein paar Waldfrüchten.

Aber kommen wir nun zurück zum Sonnenschein. Dieser wartete in Form des neuen Chevrolet Camaro, in der nun 6. Generation, im Eingangsbereich des Hotels und wollte heute von uns nach Paris ausgeführt werden. Stark, muskulös und athletisch präsentiert sich das amerikanische Pony Car mit seinem geschärften Design. Unter der Haube werkelt ein 6,2-L-V8-Motor mit 453 PS und 617 Nm Drehmoment oder wahlweise ein 2,0-L-Benzinmotor mit 275 PS und 400 Nm Drehmoment.

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Wenngleich die Leistungsdaten des 2,0-L-Benzinmotors definitiv nicht unterdimensioniert sind, entschieden wir uns, aus Spaß an der Fahrfreude und des kernigen Klangs, dennoch, den für diese Fahrzeugklasse typischen, V8 Motor. Es folgte auch sogleich die erste Sitzprobe. Überraschend hochwertig präsentiert sich das neue gestaltete Cockpit. Hervorstechend sind die abgesetzten Kontrastnähte in Weiß, die sich durch den gesamten Innenraum ziehen, sowie die LED-Ambientebeleuchtung, die wahlweise in 24 Farben erstrahlt.

In der Mittelkonsole begrüßt uns das Infotainment System mit einem 8-Zoll großen Touchscreen. Neben der Navigation und den Multimedia Funktionen lässt sich über das System auch die Fahrzeugkonfiguration vornehmen. Zusätzlich zu den voreingestellten Fahrprogramm kann man hier nach seinem Gusto auch ein persönliches Profil einstellen. Dies war schnell erledigt. Alle Regler standen auf Performance. Allerdings kann man sich mit dem Chevrolet Camaro der 6. Generation auch „getarnt“ bewegen und bspw. die Klappensteuerung der Abgasanlage auf „Stealth“ stellen und schon wird aus dem lauten Brüllen ein leises Fauchen. Aber wer will das schon?

Fertig. Wir starken den Motor und ein lautes Grollen begrüßt uns und die Nachbarschaft. Die Karoserie erzittert. Es kann losgehen. Von 0 auf 100 km/h in 4,4 Sekunden. Nur eine Hürde bleibt noch zu überwinden. Im Linksverkehr mit einem Linkslenker. Auf der Land- oder Schnellstraße geht das meist noch sehr gut, doch durch das morgendliche Gewusel von Brighton gar eine Herausforderung. Nach rund 20 Minuten hatten wir das Hindernis aber gemeistert und konnten das erste Mal so richtig aufs Gaspedal treten und die volle Leistungsentfaltung erfahren und den unverwechselbaren Motorklang genießen (natürlich alles im Rahmen der geltenden Verkehrsbestimmungen).

Schnell holte uns allerdings der morgendliche Berufsverkehr ein und wir bewegten uns auf schnellstem Wege nach Folkestone, wo wir den Eurotunnel für die Fahrt nach Frankreich nutzen werden. Durch die eigens abgestimmte Bose Soundlage ertönte währenddessen nerviges Radiogebrabbel, welches schnell durch die Lieblings Spotify Playlist ersetzt wurde. Wahlweise lässt sich das Smartphone per Bluetooth oder USB anbinden. Unterstützt werden auch die zwei gängigsten Technologien Apple CarPlay und Android Auto.

Während der rund 90-Minütigen Fahrt lernten wir auch die neue aktive Dämpferregelung „Magnetic Ride Control“, welche die Straßen- und Fahrbedingungen 1.000 Mal pro Sekunde abliest und die Dämpfer automatisch anpasst, zu schätzen. Geschmeidig glitten wir über den Asphalt, wohlgeborgen von den weichen und bequemen Ledersitzen.

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Angekommen an der Bahnstation des Eurotunnel ordneten wir uns in der Flexiplus-Line ein. Ein besonderer Service, der es ermöglicht besonders komfortabel und schnell zum Zug zu gelangen. Ihr habt einen eigenen Check-In Schalter, Priority Boarding und die Möglichkeit die Wartezeit bis zum nächsten Zug in einer Lounge zu überbrücken. Die Lounge bietet die Möglichkeit noch einen Snack oder ein Heißgetränk zu sich zu nehmen, wahlweise auch zum Mitnehmen.

Kaum in der Lounge angekommen fuhr auch schon der nächste Zug. Die Überfahrt dauerte insgesamt nur 35 Minuten. Länger hätte es auch nicht sein müssen, denn die Aussicht ist gleich Null und die Luft im Zug sehr stickig. Verzichten muss man während der kompletten Fahrt allerdings nicht auf LTE. In Coquelles angekommen mussten wir dann noch die Britische als auch die Französische Grenzkontrolle passieren bevor wir die Pferde wieder loslassen konnten.

Nach ein paar gelangweilten Metern auf der Schnellstraße mit Tempo 130 wollten wir endlich Kurven räubern und fuhren auf die Landstraße ab. Nun konnte sich der Camaro beweisen. Kurve um Kurve zirkelten wir durch das französische Hinterland, begleitet vom lauten Groll des V8. Präzise lässt er sich durch die Kurven lenken und agil herausbeschleunigen. Die Gewichtsreduzierung um 94kg hat ihm deutlich gutgetan. In Kombination mit der erwähnten Dämpferregulierung „Magnetic Ride Control“ eine wahrhafte Fahrmaschine, die gut zu beherrschen ist viel Spaß mit sich bringt.

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Nach diesem spaßigen Ausflug mussten wir allerdings auch bald wieder auf die Schnellstraße zurück und den Spaß hinter uns lassen. Schließlich lagen noch ein paar hundert Kilometer vor uns, um Paris pünktlich zu unserem Abflug zu erreichen. Ein paar kurze Beschleunigungsfahren konnten wir uns aber dennoch nicht verkneifen. Weil es einfach Spaß macht.

Wir können jedem nur empfehlen sich einfach mal selbst hinter das Steuer des neuen Chevrolet Camaro zu setzen und das Feeling selbst zu erfahren. Wer noch ein Chevrolet Camaro in diesem Jahr sein eigen nennen will sollte sich allerdings beeilen, denn die Kapazitäten sind bereits nahezu für dieses Jahr ausgebucht.

Bilder: Chevrolet / WORLDTRAVLR

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