Luggage-Check | Titan Moda 360four Einzeltrolley 65 cm schwarz

Unsere Reise nach Abu Dhabi ist nun schon zwei Monate her. Neben dem bereits vorgestellten Samsonite Cubelite Upright hatten wir noch einen zweiten neuen Koffer mit im Gepäck. Begleitet hat uns der neuste Spross „Moda“ der deutschen Firma Titan, die für ihre besonders robusten Hartschalenkoffer bekannt ist. Wer Germany’s Next Top Model regelmäßig verfolgt, wird sicherlich auch den knallig bunten X2 Flash von Titan kennen, mit dem die Modells in den Staffeln regelmäßig ausgestattet werden. Selbst in der US-Serie „Big Bang Theory“ war Penny schon mit dem besagten Modell zu sehen. Doch wir widmen uns, wie bereits oben erwähnt, heute dem Moda. Einem etwas dezenteren Koffer, den es „lediglich“ in den Farben Schwarz und Gunmetal (Silber) gibt.

Ebenso wie der Samsonite, verfolgt auch der Titan Moda das identisch Ziel. Leicht und robust muss ein Koffer sein. Mit nur 3,1 kg Eigengewicht in der Größe 65 cm bringt er nicht viele Kilos auf die Waage. Für viele, mich eingeschlossen, ein Segen, denn man kann so mehr Gepäck mitnehmen. In Zeiten in denen die Airlines sehr penible sind und sich jedes Kilo Übergepäck teuer bezahlen lassen ein klarer Vorteil. Nur der Samsonite kann hier in der gleichen Größe das Gewicht noch um 100 g unterbieten.

Shark Skin
Shark Skin

Die Oberfläche des Koffers nennt Titan selbst „shark skin“, da sie der Haut eines Hais nachempfunden ist. Die Außenhaut ist komplett in einem sehr feinen Rautenmuster geriffelt. Insgesamt hat sich die Außenhaut als sehr robust und unempfindlich erwiesen. Zumindest kam der Koffer ohne jegliche Beschädigungen und Gebrauchsspuren wieder bei uns an. Ich denke es wird die glatte Oberfläche sein, die eine Reibung durch andere Gegenstände bzw. andere Koffer verhindert. Denn der Reibungswiederstand geht gegen Null und somit bietet der Koffer wenig Angriffsfläche für Beschädigungen. Einen Kratzer habe ich mir lediglich durch unsanftes abrutschen an einer Bordsteinkante geholt. Hier wird aber sicherlich jeder Koffer passen müssen.

Das verwendete Material des Koffers ist Polycarbonat, welches sich durch seine besondere Festigkeit und Steifheit auszeichnet. Zudem ist es sehr witterungsbeständig, soll heißen also auch absolut wasserfest. Einzige Schwachstelle für Wasser sind hier die Reißverschlüsse, deren Stoff nach einiger Zeit durchweicht. Aber in der Regel lässt man den Koffer ja nicht stundenlang im Regen stehen, sodass an dieser Stelle auch nichts anbrennt. Kommen wir also weiter zur Außenhaut. Im Vergleich zum Samsonite ist diese wesentlich steifer und nicht so dynamisch und elastisch. Hier hat mir das Material des Samsonite doch ein wenig mehr zugesagt, da es sich einfach besser anfühlte. Diese gibt einem hier eher das Gefühl von billigem Plastik, was allerdings keineswegs abwertend gemeint ist, sondern nur eine Geschmacksfrage ist. Standhaft und haltbar sind auf jeden Fall beide Materialien. Im Extremfall würde ich jedoch vermuten, dass der Samsonite mehr aushält, aber dieser Extremfall wird wohl in den seltensten Fällen auftreten.

Tital Moda Details
Tital Moda Details

Dem Moda wurden insgesamt vier Rollen spendiert, was ich auch als sehr angenehm erachte. Wenn man in der Schlange steht und den Koffer immer nur um wenige Meter versetzt ist es nervig immer die Teleskopstange auszuziehen. So kann man ihn immer bequem weiterrollen. Einziger Unterschied zu den „normalen“ Koffern ist, dass bei den Koffern mit vier Rollen kleinere Rollen verbaut sind und diese eventuell auf die Dauer nicht so robust sind wie Große. Dies wird sich allerdings erst in einem Langzeittest zeigen. Aber für denjenigen, der den Koffer auch mal durch unbefestigtes Terrain ziehen möchte empfiehlt sich sicherlich besser die zwei Rollen Variante. Wer sich oft in Städten und auf Flughäfen aufhält, für den ist sicherlich die vier Rollen Variante bequemer.

Der Koffer hat insgesamt noch zwei Tragegriffe. Diese sind mit einem etwas weicherem und rauerem Kunststoff gummiert und lassen sich gut anfassen. Lediglich die Haltebänder sind aus gröberem Plastik und wirken hier wieder im Gegensatz zum Samsonite etwas „billiger“, erfüllen ihren Zweck aber genauso gut. Auch der Teleskopgriff erfüllt seinen Zweck, auch wenn der Druckpunkt des Knopfes manchmal etwas unpräzise ist. Zur schnelleren und leichtern Abfertigung an amerikanischen Flughäfen ist auch hier ein TSA Schloss verbaut.

Innenraum Titan Moda
Innenraum Titan Moda
Gepackter Koffer
Gepackter Koffer

Doch kommen wir nun zu den inneren Werten. Hier macht sich leider ein wenig Ernüchterung breit, auch wenn vielleicht unbegründet. Denn im Vergleich zum Samsonite, der auch das doppelte kostet, kann man natürlich nicht alle Annehmlichkeiten erwarten. So ist der Innenraum des Koffers sehr simpel gehalten. Der Koffer ist innen mit einem schwarzen Stoff ausgekleidet und besitz eine Reißverschlusstasche in der bspw. wichtige Dokumente verstaut werden können. Auf beiden Seiten befindet sich jeweils ein Gurt, mit dem das Gepäck abgesichert werden kann. Ansonsten gibt es keine weiteren Raumtrennungselemente oder weitere Details. Etwas lieblos und puristisch, aber funktional.

Fazit
Insgesamt ist der Titan Moda ein sehr solider Koffer. Man kann ihm nicht wirklich direkt mit dem Samsonite vergleichen, denn er spricht schon allein durch den Preis von rund Euro 160, was rund der Hälfte des Samsonite entspricht, eine ganz andere Zielgruppe an. Für Euro 160 bekommt man allerdings einen guten Koffer, der sehr solide, robust und vor allem leicht ist. Ob das Gepäck im Samsonite besser aufgehoben ist mag ich bezweifeln. Ich für meinen Teil finde den Samsonite jedoch exklusiver und er hat einfach mehr Charme. Die Materialanmutung und Detaillösungen gefallen mir besser. Dies muss allerdings jeder für sich entscheiden. Wer auf diese „Exklusivität“ verzichten kann, kann bedenkenlos beim Titan Moda zugreifen. Denn den Praxistest auf unserer Reise hat er definitiv mit Bravur bestanden.

Weitere Informationen zum Koffer unter: www.titan-bags.com/index.php?id=travel&L=&wgnr=807

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