Fuerteventura Tag 5: Zoo Oasis Park

Oasis Park Fuerteventura. Nicht nur Kinder sind von Tieren fasziniert, auch als Erwachsener gehe ich gerne in den Zoo. Nicht zuletzt von dem Zoo in Al Ain in den Arabischen Emiraten war ich sehr angetan. Der Zoo war mehr als groß und die Gehege für die Tiere sehr weitläufig und artgerecht. Drei Euro Eintritt erschienen hier nur wie ein netter Obolus, aber der Zoo wird hier von der Regierung stark gefördert.

So durfte an Tag fünf also auch der Ausflug in den Zoo „Oasis Park“ auf Fuerteventura nicht fehlen. Wer keinen Mietwagen hat erreicht den Zoo auch sehr einfach per Bus. Täglich verkehren kostenlose Shuttlebusse von Costa Calma, Jandia, Esquinzo, Caleta de Fuste und Corralejo. Die Busse starten um ca. 10 Uhr zum Zoo und um 17 bzw. 18 Uhr, je nach Ort, zurück. Man ist also in diesem Fall den ganzen Tag an den Zoo gebunden.

Insgesamt beherbergt der Zoo mehr als 250 verschiedene Tierarten die in unterschiedliche Bereiche gruppiert sind. Einen genauen Überblick über den Zoo bekommt ihr im Geländeplan.

Zookarte

Der Rundgang des Zoos ist insgesamt weniger geschickt angelegt. Die Beschilderung ist eher mangelhaft und ein wirklicher Rundgang ist es auch nicht, denn man muss, ist man am Ende angekommen, den halben Weg wieder zurücklaufen. Sicherlich ist ein Rundlauf im Nachgang jetzt schwer zu realisieren, doch die Beschilderung sollte definitiv nachgebessert werden.

Besonders gefreut hatte ich mich auf den Afrika Bereich. Zebra, Giraffe, Nilpferd in echt zu sehen ist immer beeindruckend, auch wenn die Elefanten, Spießböcke, Schildkröten und Kamele sicherlich nicht minder interessant waren.

Allerdings bot sich hier eher ein ernüchterndes Bild. Die Giraffen waren in engen Boxen eingesperrt und liefen nicht im Gehege rum, was mitunter auch recht eng und absolut nicht ansprechend aussah. Zudem waren bspw. auch keine Fresskörbe an den Palmen oben befestigt. Schade. Auch das Nilpferd lag eher regungslos in der Ecke und das Zebra streifte ohne Elan umher. Zudem wirken die Gehege alle insgesamt recht lustlos und karg gestaltet. Zudem wurde hier ein sehr abgenutzter und dreckiger Eindruck Vermittelt. Bei der Gestaltung der Anlage, insbesondere der Bepflanzung wurde sich insgesamt mehr Mühe gegeben.

Leidene Tiere - Oasis Park

Leidene Tiere - Oasis Park

Auch beim weiteren Gang durch den Tierpark zeigte sich ein durchweg nicht positiver Eindruck. Nur um ein paar Beispiele zu nennen. Wir beobachteten wie ein Waschbär minutenlang versuchte sich durch den Käfig zu pressen, wie ein Pferd fast mit tränenden Augen seinen Kopf durch die Gitterstäbe steckte, wie die Papageien versuchten die Gitterstäbe zu durchtrennen oder wie die Schimpansen in ihrem kargen und engen Käfig saßen. Auch die Kameltour, die man zusätzlich zum Eintrittspreis von 25 EUR buchen kann, machte keinen guten Eindruck. Die Tiere waren sehr eng aneinander gereiht und mit ca. 50cm Stahlketten aneinander befestigt ohne wirklich Abstand zu haben.

Der Zoo machte auf uns insgesamt keinen guten Eindruck und verglichen mit dem Zoo in Al Ain, oder auch mit jenem in Hannover, ist es für die Tiere hier sicherlich kein Paradies. Der Park wirkt insgesamt heruntergekommen, schmuddelig und nicht artgerecht. Die Tiere haben zum Teil keine natürliche Umgebung und zu enge und ungepflegte Gehege. Hier muss dringend nachgebessert werden.

Ebenfalls bietet der Zoo noch vier Tiershows mit den Papageien, Reptilien, Seelöwen und Greifvögeln an. Diese haben wir aus zeitlichen Gründen nicht mehr geschafft. Auch ein botanischer Garten ist vorhanden, den wir aber auch nicht weiter besucht haben.

Fazit

Von unserer Seite aus keine wirkliche Empfehlung, da erhebliche Mängel in der Tierhaltung bestehen. Andererseits benötigt der Zoo sicherlich auch die Einnahmen, um die Qualität zu steigern, weshalb ein Gang dorthin auch nicht verkehrt wäre. Doch bei der Menge an Touristen die vor Ort waren und einem Eintrittspreis von 25 EUR pro Person muss definitiv mehr drinnen sein für die Tiere.

Text: Timo Weuter, Camillo Pfeil

Bilder: Timo Weuter, Camillo Pfeil

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