Erfahrungsbericht | Germanwings Flug Fuerteventura -> Hannover

In Addition zum Bericht über die Kanaren, bzw. Fuerteventura im Winter und dem Bericht zum Hinflug sind wir euch bisher noch den ausführlichen Bericht über den Rückflug mit Germanwings schuldig geblieben. Etwas spät aber hier ist er…

Die Lufthansa-Tochter „Germanwings“ flog uns in einem Airbus A319 von Fuerteventura (FUE) nach Hannover (HAJ).

Ich muss zugeben, dass wir vorab schon sehr gespannt waren, wie Germanwings ihre „Fliegen à la carte“-Strategie mit der Beförderung von Urlaubsreisenden in Einklang bringt.

In welcher Economy-Tarifklasse wird man als „Urlauber“ mitfliegen? Basic?, Smart? oder Best?.

Kabine_a319_germanwings

Wer schon mal mit Germanwings geflogen ist weiß um die umfassenden Unterschiede.

Umso mehr hat es uns gewundert und natürlich auch positiv überrascht, dass wir mit einer einfachen freundlichen Frage am Check-In-Schalter Sitzplätze in der BEST-Kategorie bekamen. Für uns hieß es somit in Reihe 1 die Füße ausstrecken und somit die absolute Beinfreiheit genießen.

Wer einen Flug mit Germanwings bucht, sollte wissen, dass die Maschinen zumeist in den ersten 10-12 Reihen etwas lockerer bestuhlt sind, und man somit dort nicht unerheblich mehr Beinfreiheit bekommt.

Aber keine Angst, auch die restlichen Reihen sind noch mit einem durchaus bequemen Sitzplatzabstand versehen (ähnlich Tuifly oder Condor).

Komfortabel war der Rückflug für uns also definitiv.

germanwings_beinfreiheit_a319_best_reihe_1

Nun kommen wir aber zu einigen Punkten, welche nicht nur uns sondern auch andere Fluggäste etwas überraschten.

Es gibt in den Germanwings-Fliegern kein In-Flight-Entertainment (IFE) System. Das macht den Flug, gerade mit Kindern für manche Eltern zur absoluten Geduldsprobe, denn wie beschäftigt man ein (kleines) Kind rund 4 Stunden auf seinem Sitzplatz?

Für die ganz Kleinen, gab es freundlicherweise ein Malbuch mitsamt Stiften.

Auch die Verpflegung war für einen „Urlaubsflieger“ gewöhnungsbedürftig, so wurde uns die Mahlzeit incl. 0,2L stilles Wasser während des Fluges in einem hübsch gestalteten Karton gereicht, welcher sich „Smartbox“ nannte.

germanwings_smartbox_a319_best

germanwings_smartbox_a319_best_inhalt

Aber gerade diese „Smartbox“ erzeugte gerade bei der älteren Klientel im Flieger doch eher etwas Unzufriedenheit und es wurde in einigen Reihen lautstark darüber diskutiert ob Germanwings das nun ernst meint.

Wir finden, alles halb so schlimm… Die Smartbox spart dem Flugpersonal und somit auch den Gästen einfach nur Zeit. Der Inhalt ist ausreichend und durchaus schmackhaft. (z.B. Ein Graubrot belegt mit Putenbrust mit Frischkäseaufstrich.) Da wir in der Weihnachtszeit flogen gab es sogar noch einen kleinen Schoko-Weihnachtsmann dazu.

Der Getränkeservice auf dem Flug war vergleichbar mit dem der Condor oder Tuifly. Man wurde also in regelmäßigen Abständen aus einer Auswahl von Fruchtsäften, Softdrinks, Kaffee, Tee, Wasser und anderen nicht alkoholischen Getränken (gegen Aufpreis verfügbar) bedient.


Im Fazit würden wir jederzeit wieder mit Germanwings fliegen, da für uns die ausschlaggebenden Kriterien wie Beinfreiheit/Komfort und eine ordentliche Verpflegung vollends erfüllt wurden.

Familien mit Kindern sollten jedoch aufgeklärt werden und sich dessen bewusst sein, dass es für die kleinen kaum Unterhaltung an Board gibt. Wenn sich Germanwings weiter in diesem Markt beteiligen will, sollte man ernsthaft in der Firmenzentrale darüber nachdenken, zumindest die typischen Urlaubsstecken mit einem IFE-System auszurüsten. Angesichts sinkender Preise wäre es ggf. auch denkbar iPads oder vergleichbare Geräte an Familien mit Kindern zu verleihen und hier eine Auswahl an Filmen oder Spielen vorzuinstallieren.

Text: Timo Weuter

Bilder: Timo Weuter; Bild A319 / Kabinenbild (c) Germanwings

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