CITYBUG2S Escooter im Test

Die Mobilität der Zukunft im Tourismus. Städtetrips werden immer beliebter, doch die Zeit, um eine Stadt zu erkunden, ist oft nur sehr kurz und beschränkt sich für viele nur auf ein verlängertes Wochenende. Eine Großsatdt an einem Wochenende zu erkunden ist jedoch oft Wunschdenken, denn man schafft es einfach nicht. Laut unserer Erfahrung liegt es hierbei des Öfteren an der eingeschränkten Mobilität. Auch wenn in den Großstädten dieser Welt das öffentliche Verkehrsnetz gut ausgebaut ist, so erlebt man eine Stadt doch eher überirdisch. Zudem ist es in Teilen kompliziert, sich in der Kürze der Zeit mit dem regionalen ÖPNV auseinanderzusetzen.

Details zum CITYBUG2S

Und damit kommen wir auch schon zum CITYBUG2S, einem wendigen und kompakten Escooter bzw. Elektro Roller, mit dem ihr eure Wegstrecke zurücklegen könnt. Escooter bedeutet in dem Fall, dass ihr den Scooter nicht die ganze Zeit treten müsst, sondern sich dieser mittels Motor und Batterie elektrisch fortbewegt. Im Falle des CITYBUG2S könnt ihr eine Reichweite von bis zu 18 Kilometern mit einer Maximalgeschwindigkeit von 22 Kilometern in der Stunde zurücklegen. In unserem Test mit meiner Person (1,90 Meter groß, 92 Kilogramm schwer) bin ich auf eine Reichweite von 14 Kilometern bei Dauervollgas gekommen, was absolut in Ordnung ist. Der von CITYBUG gemessene Wert beruht auf einer Person mit 80 Kilogramm Körpergewicht. Die Ladezeit des Escooters ist mit 2 Stunden und 15 Minuten angegeben. Dies trifft in der Regel auch zu. Ist der Akku komplett leer haben wir eine Zeit von rund 2 Stunden und 45 Minuten ermittelt. Ebenfalls ein guter Wert. Das Gewicht des CITYBUG2S liegt bei 13,5 Kilogramm. Sicherlich ist er damit kein Leichtgewicht, aber auch nicht wirklich schwer. In Zukunft wird es auch noch eine praktische Transporttasche geben.

Design des CITYBUG2S

Neben den Details zum Escooter wollen wir an dieser Stelle einmal auf das Design eingehen, welches uns sehr gut gefallen hat. CITYBUG hat sich hier wirklich sehr viel Mühe gegeben den Roller in einem Guss zu entwerfen. Besonders auffällig bzw. unauffällig ist die intelligente Kabelführung. Die Kabel verschwinden Komplett in der Lenksäule und stören nicht das Gesamtbild. Der Scooter besticht durch eine feine und elegante Linienführung. Er wirkt dezent und unauffällig und stellt seine Kraft nicht protzig bzw. äußerlich erkennbar in den Vordergrund. Integriert wurde ebenfalls eine Ständerlösung, wenn man den Roller leicht einklappt steht er von alleine. So die Theorie. In der Praxis funktioniert das leider nicht immer so perfekt. Zudem ist gedacht, dass man im Parkmodus ein Schloss durch den Verriegelungshebel führt, um den CITYBUG2S anzuschließen. Hier würde ich mir auch eine etwas bessere Lösung wünschen.

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Wie fährt sich der CITYBUG2S

Im Prinzip ganz einfach. Mit einem Kickstart setzt ihr den Escooter in Bewegung. Hierfür wird eine Mindestgeschwindigkeit von 5 km/h benötigt. Danach regelt ihr die Geschwindigkeit über einen Daumenhebel an der Lenkstange. Gelenkt wird mit der Stange und/oder durch leichte Gewichtsverlagerung zur Kurveninnenseite. Gebremst wird mit der elektronischen Bremse, welche durch Loslassen des Gashebels und betätigen des Bremshebels an der Lenkstange aktiviert wird. Ein schneller Stillstand wird durch betätigen der Hinterradbremse erreicht. Diese aktiviert ihr durch ein Treten auf das hintere Schutzblech. Am besten solltet ihr bei der Fahrt stets einen Fuß auf dem hinteren Schutzblech behalten, um in einer Gefahrensituation schnell anhalten zu können, denn die Hinterradbremse verzögert deutlich schneller und ihr kommt in wenigen Metern zum Stehen. Unser Test mit der Hinterradbremse hat eine Verzögerung auf 0 km/h von etwa 3-4 Metern ergeben, während man bei einer Vollbremsung mit der Vorderradbremse bzw. der elektronischen Bremse etwa 14 Meter benötigt.

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Das Fahrgefühl mit dem CITYBUG2S ist insgesamt sehr angenehm und leicht. Gerade die Bedienung über den Daumenhebel ist sehr komfortabel und intuitiv. Hier liegt bspw. einer der Unterschiede zum CITYBUG2, welcher über eine Gewichtsverlagerung nach vorne bzw. Druck auf die Lenkstange nach vorne beschleunigt wird. Einzig unangenehm sind Fahrten über Kopfsteinpflaster. Während der vordere Reifen mit Luft gefüllt ist und Unebenheiten etwas besser federt, besteht der hintere Reifen aus Vollgummi und gibt somit jegliche Stöße an den Fahrer weiter. Man erhält also direktes Feedback über die Beschaffenheit der Wegstrecke. Aufpassen sollte man zudem im Regen, da es etwas rutschig werden kann, gerade wenn man in der Kurve beschleunigt. Beherrscht man allerdings den Scooter perfekt, macht es natürlich auch Spaß im Regen kontrolliert zu driften. Allerdings sollte man dennoch Fahrten im Regen vermeiden, da der CITYBUG2S nicht komplett wasserdicht ist. Allerdings kann ich insoweit Entwarnung geben, dass er meine unfreiwilligen Regenfahrten bisher ohne Probleme überstanden hat. Man sollte ihn danach nur etwas pflegen und trocken putzen.

Erlernen kann das Fahren mit dem CITYBUG2S allerdings jeder im Handumdrehen, was unser Test auf der Straße mit mehreren Fußgängern oder aber im Büro gezeigt hat.

Einsatzmöglichkeiten des CITYBUG2S

Wie bereits eingangs in unserem Szenario erwähnt ist es großartig mit dem Scooter durch die Straßen der Stadt zu fahren und diese zu erkunden. Ihr seid individuell und schnell unterwegs und habt die Möglichkeit viel mehr zu sehen und zu erleben. Im Tourismus sind sie denke ich auch noch besser einsetzbar als ein Segway, da man viel kompakter unterwegs ist. Nur vor großen Steigungen muss der CITYBUG leider kapitulieren. Kleinere bis mittlere Steigungen wie bspw. eine Brücke waren kein Problem, aber gehen schnell zu Lasten der Akkulaufzeit. Und natürlich geht es deutlich langsamer aufwärts.

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Darüber hinaus bietet der CITYBUG2S aber noch deutlich mehr Einsatzzwecke. So habe ich ihn bspw. ständig im Auto, um sprichwörtlich die „letzte Meile“ mit ihm zurückzulegen. Ich bin nicht darauf angewiesen zentrumsnah oder an meinem Zielort zu parken, sondern eben da, wo gerade Platz ist bzw. unter Umständen sogar kostenfreie Parkplätze existieren. Ebenso vermeide ich den dichten Innenstadtverkehr und ziehe auf der Fahrradspur an der Autoschlange vorbei. Ebenso kann es auch als ergänzendes Verkehrsmittel genutzt werden. So ist die nächste U-Bahn Station ca. 1,5 Kilometer von meiner Haustür entfernt. Den Weg kann ich nun bequem und schnell mit dem CITYBUG zurücklegen.

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Auch Bootbesitzer dürften über den CITYBUG2S erfreut sein. Angekommen im neuen Hafen kann man mit dem Scooter schnell die Stadt oder eben fix zum Einkaufen. Natürlich lässt sich dies auch mit dem Fahrrad erledigen, aber dieses ist eben nicht so kompakt im Transport. Ebenfalls lässt sich der Escooter kostenfrei in der Bahn transportieren, während man die Fahrradmitnahme oft extra bezahlen muss.

Fazit zum CITYBUG2S

Der CITYBUG2S ist nicht nur eine Bereicherung für den Tourismus, sondern auch für den Alltag. Er ist klein, kompakt und wendig und mit ihm lassen sich tägliche Strecken deutlicher schneller erledigen und dies leise und emissionsfrei. Ebenso eignet er sich besonders gut um eine neue Stadt in wenigen Tagen deutlich besser kennenzulernen als zu Fuß.

Ergänzend zu diesem Beitrag schaut euch gerne auch noch unser umfassendes Testvideo zum CITYBUG2S auf YouTube an.

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