Zypern Tag 2: Lara Bay Beach und Paphos

Das eigentliche Ziel für den Tag war Paphos im Südwesten der Insel. Neben einem größeren Hafen und dem zweiten Flughafen neben Larnaca gibt es hier Sehenswürdigkeiten wie ein mittelalterliches Kastell oder verschiedene Ausgrabungsstätten. Auf dem Weg dorthin wollten wir einen „kleinen“ Abstecher zur Lara Bay Turtle Station machen, eine der wenigen Brutstätten für Schildkröten im Mittelmeerraum.

Der Weg dorthin auf der Karte schien zunächst kurz. Der Hauptstraße für ein paar Kilometer folgen und dann irgendwann rechts abbiegen und immer der Straße entlang. An sich kein Problem und schnell fanden wir auch ein Schild auf dem Lara zu lesen war. Doch an diesem Tag sollte die Strecke das Ziel werden und der Endgegner für unseren Ford Fiesta.

Es galt nun eine geschätzt 30 km lange Strecke zu überwinden. Das Besondere an der Strecke war jedoch, dass es ein Schotterweg war. Allerdings kein gewöhnlicher, wie man ihn hier in Deutschland kennt, sondern er war eng, voller Geröll und zum Teil ausgefahren. Zudem mussten sehr tiefe Bodenwellen überwunden werden. Komisch auch, dass uns bis auf ein weiteres Touristenauto kein weiteres Auto entgegenkam. Insgesamt dauerte die Strecke knapp drei Stunden und es ist wirklich keinem zu empfehlen diese Route zu nehmen, zumindest nicht ohne Geländewagen.

Denn es gibt einen andern Weg, nämlich von Paphos. Die Strecke ist zwar insgesamt wesentlich länger, dafür kann man ab Paphos das Stück zur Lara Bay dann auf einem breiteren Schotterweg überwinden, der zudem nicht so ausgefahren ist. Die knapp dreistündige Fahrt entschädigte allerdings mit einer schönen Landschaft, die man bei der langsamen Geschwindigkeit richtig genießen konnte. Zudem war es auch ein schönes Abenteuer, an das man sich lange erinnern wird.

 

Am Ziel angekommen stellte sich bezüglich der Turtle Station allerdings etwas Ernüchterung ein. Nur im August/September sind hier Schildkröten zu sehen, den Rest des Jahres nicht. Entschädigen tut allerdings der fast menschenleere Sandstrand. Ein Hauch von Exklusivität, den wir uns auf 300 Metern teilten. Zudem ist das Wasser dort türkisblau und es liegen keine Steine am Einstieg. Wer wirklich einen Strandtag einlegen möchte und auch Ruhe und Privatsphäre möchte, der ist hier bestens aufgehoben. Wir haben andere Strände gesehen, die schon jetzt in der Nebensaison sehr gefüllt waren. Einschränkend ist nur zu sagen, dass in der Hauptsaison das Baden hier nicht durchgängig erlaubt ist. Zudem ist der Strand, wie die meisten auf Zypern, dreckig. Insgesamt aber eine Empfehlung.

Nach diesem nun langen Abstecher ging es dann am späteren Nachmittag noch nach Paphos. Allerdings hatten nach 18 Uhr die meisten touristischen Attraktionen schon geschlossen. Anlaufstellen waren noch die Panagia Chrysopolitissa Kirche, welche verschiedene Ausgrabungen und Mosaike bereithält sowie der Hafen, den wir bei Sonnenuntergang erreichten. Neben einer Vielzahl von Restaurants gibt es hier noch ein Schloss bzw. Kastell. Den Sonnenuntergang kann man gemütlich auf den Felsen vor der Küste genießen. Auch wenn wir nicht viel von Paphos gesehen haben hat es sich dennoch gelohnt. Insgesamt aber eher ein Ort wenn man sich für Kultur und Geschichte interessiert.

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